SGH St. Ingbert siegt in Dudweiler kurz vor Schluss

Handball : St. Ingbert siegt in Dudweiler in der Schlussphase

Noch ist die Saison der Handball-Saarlandliga jung und noch läuft nicht alles rund bei den einzelnen Vereinen. So war das auch der Fall beim Aufeinandertreffen der HSG Dudweiler/Fischbach und der SGH St.

Ingbert, die sich am Samstagabend in der Sporthalle in Dudweiler gegenüberstanden.

Bei der Gastgebern äußerte sich das in Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr, was die Gäste zu einer frühen 4:2-Führung nutzen konnten. Erst eine Zeitstrafe gegen SGH-Routinier Jaroslav Dobrovodsky verschaffte Dudweiler die Möglichkeit auf den Ausgleich (4:4, 9. Minute). St. Ingbert fand noch nicht wie selbstverständlich zum einstudierten Tempospiel und konnte über weite Strecken das gefährliche Spiel über Kreisläufer Karsten Roser nicht abrufen – auch, weil die HSG sich darauf gut eingestellt hatte. Beide Mannschaften leisteten sich ungewohnt viele technische Fehler und auch die Chancenverwertung war nicht optimal. Spannend blieb das Spiel dennoch bis in die Schlussphase, obwohl die Gäste meistens leichte Vorteile auf ihrer Seite hatten (12:9, 15:13, 21:18). Beim 23:23 (51. Minute) hätte die Partie in beide Richtungen kippen können. Doch die Gäste konnten sich auf einen Spieler verlassen: Michael Bauer. Wenn bei ihnen nichts mehr ging, brachten sie ihren linken Rückraum in Wurfposition. Der 23-Jährige versenkte zuerst einen beidbeinigen Sprungwurf am formierten Mittelblock der HSG zum 24:23 und – nach dem erneuten Ausgleich durch den linken Rückraum des Aufsteigers, Andreas Nonnweiler – einen weiteren Sprungwurf nach einer Körpertäuschung zum 25:24 (56.).

Bis zur Schlussminute hielt das Ergebnis. Dann kam die HSG in Ballbesitz. Ihr rechter Rückraum Mike Finkler suchte schon früh den Abschluss – aus neun Metern versuchte der Linkshänder es mit einem Aufsetzer. Zu voreilig, wie sich herausstellte. Jens Weißmann im St. Ingberter Tor, der eine starke Partie zeigte, bekam die Beine zusammen und parierte. Die Gastgeber stellten nun auf Manndeckung um. St. Ingbert spielte ruhig und wartete auf die Chance, die sich schließlich für Philip Forster bot. Der Spielmacher konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen und feuerte den Ball zum 26:24-Endstand in die lange Ecke. „Die Abwehr war gut, 24 Gegentore sind in Ordnung. Nur im Angriff haben wir noch zwei, drei Fehler zu viel gemacht, wo wir den Ball weggeworfen haben“, befand SGH-Trainer Sven-Malte Hoffmann. „Das war ein Kampfspiel, ein richtig geiles Spiel. Wir wussten, dass es sehr schwer wird. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, erklärt ein zufriedener Trainer.

Tore für die SGH St. Ingbert: Michael Bauer (9/1), Philip Forster (6), Hendrik Rolshausen (3), Fabian Abel (2), Jaroslav Dobrovodsky (2), Juraj Urban (2/2), Lars Schirra (1), Domenic Theobald (1).

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