Seniorentreff "Café Malta" der Malteser in St. Ingbert

Malteser : Nachmittage für Körper, Geist und Seele

Im „Café Malta“ in der Ludwigstraße machen die Malteser in St. Ingbert spezielle Angebote für ältere Menschen.

Jede Woche am Donnerstag findet es statt: das Café Malta. In der Dienststelle der Malteser in der Ludwigstraße. Die regelmäßigen Nachmittage bieten Menschen mit altersbedingter Einschränkung und demenziellen Veränderungen die Möglichkeit gemeinsam mit anderen etwas zu unternehmen und gemütlich beisammenzusitzen.

Vor die Tür zu kommen, das fällt vielen Menschen mit steigendem Alter immer schwerer. Man ist nicht mehr so mobil wie früher, braucht etwas länger oder hört und sieht nicht mehr so gut. Unterschiedliche Gründe können dazu führen, dass man sich immer mehr zurückzieht. Kommen dann noch Einschränkungen wie etwa demenzielle Veränderungen dazu, wird es noch schwieriger. Genau hier wollen die Malteser helfen. Speziell geschulte Fachkräfte kommen zu Besuchen nach Hause und entlasten dadurch die Angehörigen. Außerdem betreiben sie das wöchentliche Café Malta. Seit März 2011, damals noch im Carits-Altenzentrum St. Barbara, heute in der Dienststelle in der Ludwigstraße.

Jeden Donnerstag um 15 Uhr geht es los. Die kleine Gruppe besteht aus sechs bis acht Gästen und drei bis vier Maltesern. „Sonst wird es schnell hektisch, laut und ungemütlich“, erklärt Sabine Kayser, die Leiterin des Demenzdienstes und Café Malta. Die Nachmittage verlaufen nach bestimmten Ritualen. Denn feste Strukturen tragen besonders bei demenziell veränderten Personen zum Wohlfühlen bei. Genau das sollen die Besucher des Cafés: Sich geborgen und zuhause fühlen – und Spaß haben.

Angefangen wird im Sitzkreis mit einem Ballspiel. Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit fördern, miteinander interagieren und vor allem Lachen sind dann angesagt. Das Training der Koordination kommt in den folgenden Gymnastikübungen hinzu. Sie finden im Sitzen und mit regelmäßigen Pausen statt, in denen Geschichten gelesen oder gesungen wird. Im Anschluss geht es dann mit Kaffee und Kuchen bei gemeinsamen Unterhaltungen an den liebevoll gedeckten Tisch. Bei Kerzenschein und leiser Musik lassen sich so besonders gut die Nachmittage in der kalten Jahreszeit verbringen. Übers Jahr verteilt finden zudem immer wieder kleine Aktionen statt, bei denen gebastelt und gewerkelt wird. „Im Frühjahr pflanzen wir zum Beispiel Blumenzwiebeln in Gläser, die unsere Gäste dann auch mit nach Hause nehmen können“, berichtet Sabine Kayser. Inzwischen hat das Café Malta so großen Zulauf, dass seit Oktober eine zweite Gruppe eröffnet wurde. Nun findet es zusätzlich alle zwei Wochen montags statt.

„Wer Interesse hat, kann gerne für einen Schnuppertag vorbeikommen“, so Kayser. „Viele von unseren Stammgästen haben sich am Anfang nicht recht getraut und sind dann ganz schnell zu regelmäßigen Gästen geworden.“ Warum? Fremdes macht Angst. Sich einer neuen Umgebung mit fremden Menschen zurechtfinden zu müssen, schreckt oft ab. Durch die kompetente und herzliche Betreuung der Malteser spielt das aber schnell keine Rolle mehr. „Wer kommen möchte, um sich das Café anzuschauen, ist gerne eingeladen. Bei uns sind alle willkommen.“ Das gilt nicht nur für Besucher, sondern auch für interessierte Helfer. Unterstützung ist bei den Maltesern immer gerne gesehen. Am Montag, 18. März. startet passend dazu ein neuer Kurs „Demenz verstehen und begleiten“.

Alle Informationen zur Ausbildung sowie zum Café Malta erhalten Interessierte bei Sabine Kayser, Tel. (0175) 9 32 95 58, E-Mail: sabine.kayser@malteser.org und direkt vor Ort in der Ludwigstraße.