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Seehofer soll die Biosphäre erkunden

Seehofer soll die Biosphäre erkunden

Niederwürzbach. Der saarpfälzische Landrat Clemens Lindemann (SPD) will dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) nach dessen Aschermittwochs-Attacken gegen das Saarland, unabhängig von der bereits erfolgten Einladung durch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, einen Brief schreiben und ihn in den ehemals bayerischen Teil des Saarlandes einladen

Niederwürzbach. Der saarpfälzische Landrat Clemens Lindemann (SPD) will dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) nach dessen Aschermittwochs-Attacken gegen das Saarland, unabhängig von der bereits erfolgten Einladung durch Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, einen Brief schreiben und ihn in den ehemals bayerischen Teil des Saarlandes einladen. Seehofer könne sich hier "ganz ohne zu fremdeln" umschauen.

Wie berichtet, hatte der CSU-Chef behauptet, das ganze Saarland sei so groß wie mancher Landkreis in Bayern. Wenn man im Saarland sei und ein Fahrrad leihe, tauche deshalb die Frage auf: "Was machen wir nachmittags?" Wie Lindemann bei der Partnerschafts-Zertifizierung der Natur- und Landschaftsführer in Niederwürzbach erläuterte, wohnten im Saarland "fleißige, bescheidene und kluge Leute, die in ihrer Vergangenheit mit Kohle und Stahl die damals etwas ärmeren Bayern unterstützt haben, das sollte man in Bayern nicht vergessen." Lindemann habe auch schon Tourenvorschläge für Seehofer gemacht: eine Tour von Gräfinthal nach Ormesheim, eine von Wittersheim zur Jungholzhütte und dann noch eine von Reinheim nach Habkirchen. Danach könne man sich auf dem Bliestal-Freizeitweg etwas erholen, bevor man nachmittags in die ehemaligen Grubengebiete nach Frankenholz und Höchen fahre, natürlich nicht ohne Besonderheiten wie Gollenstein und Schlosskirche in Blieskastel gesehen zu haben. So könne man Horst Seehofer verdeutlichen, dass der Bliesgau mit Recht eines von 15 Biosphärengebieten in Deutschland sei und der ehemals bayerische Teil des Saarlandes damit eine ganz besondere Auszeichnung erworben habe.

Den Weg in die Biosphäre kennt CSU-Chef Seehofer bereits. Im Juli 2009 war er zu Gast auf dem Webenheimer Bauernfest. Im Jahr der saarländischen Landtagswahl (30. August) hatte der Bayer das "saarländische Oktoberfest" durch seinen Besuch geadelt. "Ich helfe meinem Freund Peter Müller gern im Wahlkampf. Der saarländische Ministerpräsident hat auch in politisch schwierigen Zeiten zu mir gehalten", lautete damals Seehofers Begründung. ert/fb