1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Schwerer Unfall auf der A 6 bei St. Ingbert

Schwerer Unfall bei St. Ingbert : Schwerverletzter bei Unfall auf der Autobahn 6 bei St. Ingbert

Bei einem Unfall auf der A 6 bei St. Ingbert ist am Dienstagnachmittag gegen 13.20 Uhr ein Autofahrer schwer verletzt worden. Nach Polizeiangaben war ein 35-jähriger Lkw-Fahrer aus Görlitz an der Auffahrt St. Ingbert-Mitte mit seinem Sattelzug auf die Autobahn 6 in Fahrtrichtung Mannheim gefahren.

Kurz danach prallte der Mazda eines 63 Jahre alten Fahrers aus Kaiserslautern-Otterberg auf das Heck des Sattelzuges. Nach der Kollision schleuderte der Pkw in die Leitplanke und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Zwei Notfallsanitäter der Bundeswehr, die die Unfallstelle passierten, übernahmen die Erstversorgung des Patienten im Fahrzeug. Weitere Ersthelfer sicherten die Unfallstelle ab.

Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert rückte mit den Löschbezirken St. Ingbert-Mitte, Hassel und Oberwürzbach umgehend zur Unfallstelle aus. Problematisch gestaltete sich die Anfahrt der Einsatzkräfte: Die Rettungsgasse wurde durch Lkw blockiert. Zudem wechselten Fahrzeuge die Fahrstreifen, obwohl die Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn die Rettungsgasse befuhren.

Die Feuerwehrkräfte trafen zusammen mit dem Rettungshubschrauber Christoph 16 ein. Der Hubschrauber landete auf der Autobahn. Die Notärztin des Hubschraubers übernahm die weitere medizinische Versorgung. Nach der Erkundung konnte ausgeschlossen werden, dass der Fahrer eingeklemmt ist. Kurze Zeit später bargen die Rettungskräfte den Fahrer liegend mit einem speziellen Spineboard (Rettungsbrett) aus dem Mazda. Ein Rettungswagen brachte den Schwerverletzten in eine Klinik.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr übernahmen weitere Sicherungsmaßnahmen am Unfallfahrzeug. Die Batterie wurde abgeklemmt, parallel sicherten Feuerwehrleute den Brandschutz. Auslaufende Betriebsstoffe wurden mit Bindemittel abgestreut.

24 Feuerwehrleute mit fünf Einsatzfahrzeugen, zehn Kräfte des Rettungsdienstes mit mehreren Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber, ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie die Polizei mit mehreren Kräften waren an dem Einsatz beteiligt. Die Autobahn musste während der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Aufräumarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Feuerwehr St. Ingbert bedankt sich bei den Bundeswehrsoldaten der 9. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 aus Merzig für die professionelle Erstversorgung und den weiteren Ersthelfern für die Absicherung der Einsatzstelle. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen.