Schweigend - Hand in Hand

Blieskastel. Hans und Sophie Scholl, die Namensgeber der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel, wurden am 22. Februar 1943 durch das Hitlerregime hingerichtet. Den 70. Todestag dieser beiden mutigen jungen Menschen nahm die Schule zum Anlass, im Unterricht auf ihre Lebensgeschichte einzugehen

Blieskastel. Hans und Sophie Scholl, die Namensgeber der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel, wurden am 22. Februar 1943 durch das Hitlerregime hingerichtet. Den 70. Todestag dieser beiden mutigen jungen Menschen nahm die Schule zum Anlass, im Unterricht auf ihre Lebensgeschichte einzugehen. Danach reihten sich die Schüler mit ihren Lehrern um die Schule herum zu einer Menschenkette auf, in die sich auch Eltern einreihten. Mit einer Schweigeminute endete die Aktion. Die Geschwister Scholl hatten sich mit anderen jungen Leuten zur Vereinigung der "Weißen Rose" zusammengeschlossen. Ihr Ziel war es, die Menschen in ihrer Umgebung über die Machenschaften der Nationalsozialisten aufzuklären. Beim Verteilen der Flugblätter auf dem Universitätsgelände wurden Hans und Sophie mit weiteren Mitgliedern verhaftet und schon vier Tage später hingerichtet.

Wie Schulleiterin Sylvia Behet mitteilte, hatten sich im Vorfeld des Todestages mehrere Klassen mit dem letzten Satz auseinander gesetzt, den Hans Scholl vor seiner Hinrichtung gesagt hat: "Freiheit endet nie". In verschiedenen Fächern gestalteten die Schülerinnen und Schüler Plakate, die im Eingangsbereich ausgehängt wurden.

Dort hängen Bilder von Hans und Sophie Scholl und am Freitag erinnerte eine brennende Kerze und weiße Rosen an die beiden. Die Schule, die mit vielen anderen Schulen in Deutschland, die den Namen von Opfern des NS-Regimes tragen, zur Vereinigung der Weißen Rose gehört, plant im Zuge der Umgestaltung des Schulhofes mit dem Projekt "Pausen(t)räume" auch die Anlage eines Beetes mit weißen Rosen zur dauerhaften Erinnerung an die Geschwister Scholl. fb

Die Menschenkette an der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel zum Gedenken an das Schicksal der Namensgeber. Foto: Fredi Brabänder.

ers-blieskastel.de

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