Schutzhütte am Wombacher Weiher in St. Ingbert abgebrannt

Update: Brand in St. Ingbert : Schutzhütte am Wombacher Weiher abgebrannt

In der Nacht zum Montag ist die Schutzhütte am Wombacher Weiher in St. Ingbert-Mitte abgebrannt. Der Angelsportverein wird jetzt entscheiden, ob sich ein Wiederaufbau lohnt.

Eine Autofahrerin, die auf der Landstraße zwischen Rohrbach und St. Ingbert unterwegs war, hatte den Feuerschein von der Schutzjütte her bemerkt und gegen 1 Uhr einen Notruf abgesetzt. Bei einer ersten Erkundung stellte die Feuerwehr fest, dass die etwa 10 mal 7 Meter große Schutzhütte des Angelsportvereins komplett in Flammen stand. Daraufhin rückten alle verfügbaren Kräfte des Löschbezirks St. Ingbert-Mitte aus. Ziel des Löscheinsatzes war es auch, eine Ausbreitung des Brandes auf den angrenzenden Wald zu verhindern. Die Hütte selbst war schnell gelöscht. Eine Zerstörung des ummauerten Küchen- und Toilettenbereichs konnte die Feuerwehr verhindern. Die Holzkonstruktion wurde allerdings komplett zerstört.

Bei den Nachlöscharbeiten mussten die Türen zu den Toiletten und dem Küchenraum gewaltsam mit einem hydraulischen Zylinder geöffnet werden. Auf Grund der Hitze waren diese so sehr verbogen, dass eine normale Öffnung nicht möglich war. Da das Dach auch über diesem Bereich zerstört war, wurde die Drehleiter eingesetzt, um eventuelle Glutnester aufzuspüren und abzulöschen. Zudem musste die Stromzufuhr zum Gebäude durch die Stadtwerke unterbrochen werden. Gegen 5.30 Uhr am Morgen konnten die 27 Einsatzkräfte aus St. Ingbert den Einsatz beenden.

Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauerten am Montagnachmittag noch an.

Der Vorsitzende des ASV St. Ingbert-Mitte, Harald Wunn, war in der Nacht von der Polizei über den Brand des Schutzhütte informiert worden. Am Vormittag versuchte Wunn dann zu klären, wie es um Versicherungsleistungen für die auch aus seiner Sicht abrissreife Holzhütte steht. Wie er der SZ erläuterte werde die Versicherung voraussichtlich nur ein Drittel der Wiederaufbaukosten übernehmen. Ob der ASV unter diesen Bedingungen die Grillhütte, bei der die genaue Schadenshöhe nocht nicht feststeht, wieder errichten kann und will, soll nach Wunns Angaben schnellstmöglich im Vereinsvorstand besprochen werden. Ihre Untersützung bei einem möglichen Wiederaufbau der Schutzhütte haben dem ASV sowohl Ortsvorsteher Ulli Meyer als auch Umweltminister Reinhold Jost zugesagt.

Auch die Drehleiter kam zum Einsatz, um Glutnester aufzuspüren. Foto: Florian Jung
Die Holzkonstruktion der Hütte wurde völlig zerstört. Foto: Florian Jung

Hinweise an die Polizei unter Tel. (06894) 10 90.

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