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Schulhof-Fantasien kennen keine Grenzen

Schulhof-Fantasien kennen keine Grenzen

Die Pestalozzischulen in Rohrbach und Hassel wollen ihre Schulhöfe neu gestalten. Ein gewichtiges Wörtchen reden dabei die Schüler mit. Die jungen Rohrbacher haben schon Modelle erstellt und diese nun vorgestellt.

Ein Trampolin, ein Kiosk und ein Fußballplatz, oder doch die Star-Wars-Arena, eine Hüpfburg und Baumhäuser für Mädchen und Jungen? So weit die Wünsche der Rohrbacher Pestalozzischüler auch auseinander gehen - einig sie sie sich in einem Punkt schon: Ihr Schulhof soll schöner werden.

Deshalb hat die Schulleitung um Rektorin Susanne Rehse-Paulssen die Sozialpädagogin Eveline Bautscha beauftragt, die Wünsche der Kinder herauszufinden. "Ich habe allen Kindern eine Hausaufgabe gestellt. Sie sollten darüber nachdenken, was sie an dem jetzigen Schulhof vermissen, was ihnen gefällt und was nicht. Aus den Ergebnissen sind dann während der Osterferien die Modelle entstanden.

Ferngesteuerte Autos oder ein Wasserbecken mit Sprungbrett dürften zwar nur schwer umzusetzen sein, aber grundsätzlich steuere die Schule in die richtige Richtung, findet Hans-Joachim Schmidt von der Serviceagentur Ganztägig lernen, die Schulen auf dem Weg zur Ganztagseinrichtung berät und dem Bildungsministerium untersteht. "Schulhofgestaltung ist überall ein ganz aktuelles Thema, denn die Höfe müssen sich an das Angebot der Schulen anpassen", sagte Schmidt während der Präsentation. Die Tendenz ist eindeutig. "Jetzt, nach 30, 40 Jahren gehen die Asphaltflächen allmählich kaputt. Gleichzeitig sagt keine Schule, dass sie einen neuen Asphalt möchte."

Dass eine Rutsche, ein Trampolin und eine Schaukel mit Sandkasten das Pausenvergnügen zukünftig vergrößern werden, gilt als sicher. Laut Rehse-Paulssen stehen diese Sachen ganz oben auf der Prioritätenliste. Etwas Geld ist durch die Teilnahme am Unicef-Lauf sowie durch die Tombola-Erlöse vom Rohrbacher Weihnachtsmarkt schon in der Kasse. "Aber wir suchen noch weitere Sponsoren", erklärte die Rektorin. Mit der Hilfe der Stadt könne gerechnet werden, sagte Oberbürgermeister Hans Wagner, der die Unterstützung des Bauhofes in Aussicht stellte und die Kinder in den höchsten Tönen lobte. "Ich bin begeistert davon, was die kleinen Gartenarchitekten hier geleistet haben."

Als Nächstes soll erst einmal Farbe ins Spiel kommen. Einen Projekttag im Juni wollen Schüler, Eltern, Lehrer, Förderverein Stadtverwaltung und Freunde der Schule dazu nutzen, um eine Hüpfpyramide und ein Völkerball-Feld aufzumalen und um die Trafo-Station und die Garagenwand zu gestalten. Weit fortgeschritten ist die Planung eines grünen Klassenzimmers, in dem die Kinder auf Baumstämmen unterrichtet werden sollen. Das Holz stammt vom gerodeten Diedesbühl, die Firma AEF hat es bereits kostenlos zur Schule transportiert. Auch ein Garten soll angelegt werden. Dort könnten die Schüler Obst- und Gemüse anbauen - wer weiß, vielleicht wird es anschließend im eigenen Schulhof-Kiosk verkauft.