Schülerorchester als Eisbrecher

Rohrbach. Gelassenheit - sie ist in unserer von Hektik bestimmten Zeit manchmal regelrecht Mangelware. Dabei wäre es doch oft so einfach, die Dinge mal lockerer zu nehmen oder einmal Fünfe gerade sein zu lassen. Grund genug für den Musikverein Rohrbach (MV) sein Jahresabschlusskonzert am vergangen Sonntag nicht nur als Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St

Rohrbach. Gelassenheit - sie ist in unserer von Hektik bestimmten Zeit manchmal regelrecht Mangelware. Dabei wäre es doch oft so einfach, die Dinge mal lockerer zu nehmen oder einmal Fünfe gerade sein zu lassen. Grund genug für den Musikverein Rohrbach (MV) sein Jahresabschlusskonzert am vergangen Sonntag nicht nur als Kirchenkonzert in der Pfarrkirche St. Johannes durchzuführen, sondern unter das Motto "Gelassenheit" zu stellen. Dabei war das zu Ende gehende Jahr ein durchaus "turbulent ereignisreiches", wie der stellvertretende Vorsitzende Johannes Fettig eingangs verriet.Dabei verriet er, dass beim Jubiläumsfest, der MV wurde 40 Jahre alt, nicht alles so reibungslos glatt lief. Das habe längst nicht jeder bemerkt. Grund für Gelassenheit. Die Rohrbacher Pfarrkirche bot für das erste gemeinsame Konzert von Schüler- und Jugendorchester und Großem Orchester in einer Veranstaltung den würdigen Rahmen. Die Aufgabe des "Eisbrechers" hatte auch dieses Mal das Schülerorchester (Leitung und Moderation: Christian Eisenla) übernommen und es eröffnete das Konzert mit der Wilhelm Tell Ouvertüre aus der letzten Oper von Gioachino Rossini. Die Leidenschaft über die Landschaft Irlands zeigte sich in "Irish Dream" von Kurt Gäble. Den Herbst in St. Moritz beschrieb hingegen das Jugendorchester (Leitung: Sabrina Martini-Kühn/ Moderation: Lena Wilhelmi) mit dem Titel "Yellow Montains" von Jakob de Haan. Der Nachwuchs hatte sich ferner einen Klassiker der Popgeschichte ausgesucht: John Lennons "Imagine". Betont überwiegend kirchlich war hingegen das Programm des Großen Orchesters (Leitung: Carsten Wagner/Moderation: Karl Heinz Adams).

Auf hohem Niveau

Die Bachkantate "Jesus bleibet meine Freude" zeigte, auf welch hohem Niveau der MV mittlerweile spielt. Auch "Symphonie der Hoffnung", ein weiteres Stück aus dem Hause des Komponisten Kurt Gäble, kann man getrost mit "ganz großes Orchester" umschreiben. Auch die Nationalhymne Finnlands "Finlandia" kam als symphonische Dichtung an. Hollywood-Feeling zauberten die Musiker dann in die Kirche, als sie Ausschnitte aus der Filmmusik von "Der da Vinci-Code" zum Besten gaben. Der Film von vor sechs Jahren passte auch wegen seines kirchlichen Bezuges.

Auch Walzerklänge fremdelten in St. Johannes nicht, als "Die Schlittschuhläufer" von Émile Waldteufel, erklangen. Das 1882 komponierte Werk kam sehr harmonisch gespielt daher und wirkte insgesamt mehr als stimmig. Da sprang der Funke schnell zum Publikum über und die Begeisterung machte sich breit. "The Rose", von Amanda Mc Broom geschrieben und von Bette Middler interpretiert, war dann der Schlusspunkt des über zweistündigen Konzertes. Hier überzeugte insbesondere Christian Eisenla mit seinem Trompetensolo. "Die Schlittschuhläufer" mussten erneut als Zugabe her, ehe es stehende Ovationen für die Leistungen des Orchesters gab. Im Rahmen des Konzertes wurden Mitglieder geehrt > Bericht folgt.

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