1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Schüler können nicht zu „Jugend trainiert für Olympia“ nach Berlin

Schülerwettbewerb : Keine Finalwettbewerbe für Schüler

Die Schulsportstiftung hat die Veranstaltungen „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ in Berlin abgesagt.

Das Herbst-Bundesfinale des Schüler-Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ ist abgesagt. Das teilt die deutsche Schulsportstiftung mit. Grund sind die Corona-Einschränkungen und bestehenden Rechtsverordnungen der Bundesländer. Der Vorstand der Schulsportstiftung hat einstimmig beschlossen, das für September geplante Finale in Berlin, für das sich knapp 5000 Schüler qualifizieren sollten, abzusagen. „Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass die Durchführung eines Bundesfinales in der gegenwärtigen Situation aus gesundheitlichen wie auch wirtschaftlichen Gründen nicht zu verantworten wäre“, erklärt Vorstandsvorsitzender Thomas Härtel.

Ein Aspekt für die Absage war die diesbezüglich am 29. April formulierte Empfehlung der Bundesländer. Grundlage dafür war die Entscheidung zahlreicher Bundesländer, über das Ende der Sommerferien hinaus keine außerunterrichtlichen Schulaktivitäten wie Klassenfahrten oder die Teilnahme an Wettbewerben zu genehmigen.

Regelschulbetrieb ist derzeit noch nicht in vollem Umfang möglich. Davon mit am stärksten betroffen ist der Schulsport. Ebenso ist der Vereinssport, vor allem in Hallen- und Kontaktsportarten, eingeschränkt. Hinzu kommt, dass sich Schulmannschaften nicht vergleichbar vorbereiten können, da in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen gelten. Zudem gehören gerade im Bereich von „Jugend trainiert für Paralympics“ viele Schüler der Corona-Risikogruppe an. Nach Einschätzung des Vorstands der Schulsportstiftung macht die Durchführung keinen Sinn, wenn zu befürchten ist, dass ein Großteil der Qualifizierten garnicht am Finale teilnehmen kann.

Den Bundeswettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ gibt es seit 1969. Nachdem sich der Deutsche Behindertensportverband dafür einsetzte, zusätzlich einen Wettbewerb für Menschen mit Behinderung zu etablieren, werden seit 2013 dreimal im Jahr Bundesfinals für Schüler mit und ohne Behinderung zur selben Zeit und am selben Ort durchgeführt. „Jugend trainiert“ ist mit knapp 800 000 Teilnehmern pro Jahr der weltweit größte Schulsport-Wettbewerb. Unter dem Dach der Deutschen Schulsportstiftung wirken die 16 Kultusbehörden der Bundesländer, der Deutsche Olympische Sportbund und seine am Bundeswettbewerb beteiligten 16 Sportfachverbände an der Planung und Durchführung von „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ mit.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des jeweils amtierenden Bundespräsidenten. In jedem Jahr werden normalerweise drei Bundesfinals mit unterschiedlichen Sportarten ausgetragen: das Winter-Finale in Bayern/Baden-Württemberg, das Frühjahrs-Finale in Berlin und das Herbst-Finale in Berlin.