Schüler ernten Lohn ihrer Arbeit

Dieser Tage werden vielerorts hierzulande Absolventen von Schulen verabschiedet. So auch am Dienstag die des St. Ingberter Berufsbildungszentrums. 277 Schüler machten den Abschluss in drei verschiedenen Abteilungen.

. Im Rahmen einer Feierstunde wurden am Dienstag die erfolgreichen Absolventen der Abschlussklassen des Berufsbildungszentrums St. Ingbert verabschiedet. Insgesamt 277 Schülerinnen und Schüler schafften den Abschluss in der kaufmännischen, der sozialpflegerischen und der gewerblichen Abteilung. Einige, wie beispielsweise der angehende Schornsteinfeger Dominik Schu, sogar mit 1,0 überdurchschnittlich gut, zumal er laut Schulleiterin Mechthild Falk "während der gesamten Ausbildung immer nur Einser geschrieben hat". Es seien viele gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt worden, doch der Weg dahin sei nicht immer leicht und mit mancher "Ehrenrunde" verbunden gewesen. "Die Wurzeln der Ausbildung sind bitter, aber die Frucht ist süß", zitierte die Schulleiterin den über 2000 Jahre alten Satz von Aristoteles , der auch heute noch aktuell ist und die Sache, auch am BBZ, im Kern treffe. Die Schüler hätten immer ihr Bestes geben müssen, es habe Höhen und Tiefen gegeben, sie hätten Durchhaltevermögen zeigen und so manche bittere Pille schlucken müssen. Doch nun dürften sie die Früchte ihrer Arbeit ernten. Die Schulband versüßte mit ihrem musikalischen Beitrag die Abschlussfeier im Fechtsaal der Wallerfeldhalle noch zusätzlich. In kaum einer anderen Bildungseinrichtung der Region gibt es so viele Schüler und Möglichkeiten zum Erwerb eines Abschlusses, weshalb es auch für manchen Außenstehenden schwierig sei zu erfassen, was im BBZ so "abgeht", wie Alexander Gress sagte.

Film zeigte idealen Schulalltag

Deshalb wurde ein nicht ganz ernstgemeinter Film eingespielt, wie man sich den Alltag von Schülern, Lehrern, Sekretärinnen, dem Hausmeister und der Schulleitung vorzustellen habe. So leicht, wie der Filmbeitrag daher kam, scheint es in der Schule nicht immer zugegangen zu sein, wie der Schülerrede von Andreas Steinmann zu entnehmen war. Von den Eltern habe man immer gehört "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" oder "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen". Und wenn man nach Hause kam und sich über den stressigen Tag "beklagt" habe, hätte es geheißen: "Ei jo, das is halt so." Obwohl es nicht immer einfach war, habe man dank der tollen Lehrer, die immer unterstützend tätig waren, den Abschluss geschafft. Der 21-Jährige rief seine Kameraden trotz abgeschlossener Ausbildung zur Weiterbildung auf. Und wenn das dann noch Spaß mache, seien sie auf dem richtigen Weg. Damit rannte er bei Mechthild Falk offene Türen ein, die es in ihrer Rede ähnlich formulierte.