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Schüler der Schule in Oberwürzbach beschäftigten mit dem Klima

Hasenfelsschule : „Friday for future“ auf dem Hasenfels

Die Mädchen und Jungen der Montessori-Schule in Oberwürzbach beschäftigten sich über mehrere Wochen mit dem Klima. Nun präsentierten sie ihre Ergebnisse. Und die konnten sich sehen lassen.

In den vergangenen Wochen ging es in der Montessori-Schule Oberwürzbach „natürlich“ zu, denn in sieben Projektwochen beschäftigten sich Lehrer und Schüler mit dem Klima und der Umwelt. „Klimafasten“ war angesagt und alle Beteiligten staunten wohl manchmal selbst, was alles dazu gehört, oder wie man auch als einzelner Mensch helfen kann, etwas zu verändern.

Themen waren beispielsweise Ernährungsberatung mit Besuch eines Stadtbauernhofes, die Nutzung von Sonnenenergie, der Vorteil von Passivhäusern sowie die unterschiedlichsten Formen der Mobilität. In diesem Zusammenhang gab es sogar einen Wettbewerb, eine sogenannte Challenge, wer in dieser Zeit am meisten Kohlendioxid spart und mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist. Bei einem Flohmarkt und dem Besuch einer Kleiderkammer lernten schon die Kleinsten, dass man nicht alles wegwerfen muss, sondern dass es Dinge gibt, die einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. Fairer Handel stand auf dem Programm, mit Yoga-Übungen und Mandala legen wurde Achtsamkeit geübt und ein Meteorologe machte „neugierig“ aufs Wetter.

Nachdem das Plastikfasten im vergangenen Jahr so gut angekommen war, entschied die Schulleitung, in diesem Jahr mit den sieben Klima-Projektwochen Ähnliches anzubieten. Mit Stolz zeigten die Kinder jetzt ihren Eltern, Geschwistern und den Großeltern anhand von Bildern und Texten auf Plakaten an der Schulflurwand, welche Aktionen sie durchgeführt haben und gaben fachkundig Auskunft darüber, was diese mit dem Klimawandel zu tun haben. Eines der Highlights, die Schulleiterin Melanie Schmitt zu Beginn der Präsentation der Ergebnisse ankündigte, war die Aufführung eines ganz besonderen Theaterstücks. „Rettung für den Regenwald“ hieß es und drehte sich um einen Drachen. Eigentlich war es eine Echse, die es in natura wirklich gibt, und die Schulkindern erzählt, wie sehr ihr Lebensraum eingeschränkt ist. Daraufhin demonstrieren die jungen Schüler-Schauspieler für die Zukunft der Erde und damit ihre eigene, was ein bisschen an die Aktionen zu „Fridays for future“ erinnerte.

Die Aufführung im „Amphitheater“ der Schule begeisterte die Zuschauer und das um so mehr, nachdem Theaterpädagogin Claudia Knauf erzählt hatte, dass die Idee zum Stück und auch das Drehbuch von den Schülern selbst stammten. Vorausgegangen war jede Menge Recherche zum Lebensraum des Reptils, das später Protagonist der Aufführung war. „Die Gedanken zum Stück sind nach den Projektwochen zum Thema Klimafasten entstanden. Ich habe nichts gemacht, sondern nur die Schüler. Die wollten das einfach“, sagte Knauf. Ein zweiter Höhepunkt war die offizielle Eröffnung des „Café Hasenfels“, das nach zwei „internen Tests“ nun einmal im Monat für die Bevölkerung offen steht. Ziel ist es, über die Schulmauern hinaus Gemeinsamkeit zu leben.

Außerdem wird der Erlös der von den Eltern gespendeten Kuchen für gute Zwecke verwendet, bisher für den Wünschewagen und Greenpeace. Das Café entstand als Anregung aus dem Fach „Lernen miteinander umzugehen“ heraus. Denn dort geht es um Freundschaft und auch ums Teilen – um „Dinge, die im Leben eben wichtig sind“, wie es aus dem Kollegium hieß. Im „Café Hasenfels“ kann all das zusammengeführt werden.

Gutes tat auf dem Gelände der Schule an diesem Tag auch die katholische Jugend. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion verlegten die Jugendlichen unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“ den Schulgarten. Dessen ehemaliger Standort hinter dem Haus, der in Zukunft anderweitig genutzt wird, zog um an einen öffentlich zugänglichen Platz zwischen Schulgebäude und Turnhalle.