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Schüler aus Palencia sind zu Gast in St. Ingbert

Schüler aus Palencia sind zu Gast in St. Ingbert

Oberbürgermeister Hans Wagner empfing die jungen Spanier aus der Partnerschule des Leibniz-Gymnasiums im Rathaus.

18 Austauschschüler vom Instituto Jorge Manrique in Palencia (Kastilien) sind bis am Dienstag eine Woche zu Gast in St. Ingbert. Seit zehn Jahren unterhält das Leibniz-Gymnasium eine Partnerschaft mit der spanischen Schule und freut sich auch in diesem Jahr die Schüler begrüßen zu können. Oberbürgermeister Hans Wagner lud die Jugendlichen und ihre betreuenden Lehrerinnen Rosa Antón und Belén Pérez am Freitag zu einem Empfang ins Rathaus: "Wir sind sehr froh wieder so viele Gäste hier in St. Ingbert willkommen heißen zu können. Wir wünschen Euch eine fanastische Zeit hier in Deutschland, beste Unterhaltung und Gastfreundschaft". Wagner empfahl, dass die Schüler sich neue Medien, wie Waht's App und Twitter, zu Nutzen machen und die Freundschaft auch über den Austausch hinaus bestehen bleibe. Die sprachliche Barriere wurde dabei durch eine simultane Übersetzung von Jan Kowalchuk, einem bilingualen Schüler, überwunden. Susanne Huber, Spanischlehrerin am Leibniz-Gymnasium, versteht das Austauschprogramm als tolle Möglichkeit einen Einblick in eine andere Kultur zu erhalten und "natürlich die sprachlichen Kenntnisse zu verbessern". Man hoffe ebenfalls, dass der Kontakt untereinander lange anhalte. Nach Ostern findet ein "Gegenbesuch" statt, bei dem die deutschen Zehntklässler eine Woche lang die spanische Kultur kennen lernen können.

Den Spaniern wurde während ihres Aufenthaltes einiges geboten. Eine Tagesfahrt nach Trier, der Besuch der Völklinger Hütte und einer Alpaca-Farm in Saarbrücken standen beispielsweise schon auf dem Programm. Das Wochenende verbrachten sie gemeinsam mit ihren Gastfamilien, die ebenfalls Ausflüge planten. Auch an ausgewählten Schulstunden, wie dem Deutschunterricht, nahmen die Gäste teil. Außerdem mussten die spanischen Schüler zusammen mit ihren deutschen Freunden eine Wochenaufgabe bearbeiten. Sie wurden gebeten, während des Aufenthalts Gemeinsamkeiten und Unterschiede genauer unter die Lupe zu nehmen sowie Vorurteile kritisch zu hinterfragen. Morgen, am letzten Tag ihres Besuchs, werde dieses Projekt in der Schule präsentiert. Die Schüler hätten dabei vollkommen freie Hand hinsichtlich der Ausgestaltung der Präsentation, so Huber: "Es ist ihnen überlassen, ob sie ein Video drehen, Powerpoint benutzen oder einen einfachen Bericht schreiben". Die Hauptsache sei es, Stereotypen zu überwinden und lang anhaltende Freundschaften zu knüpfen.