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Schluss für grünes Urgestein Adam Schmitt in St. Ingbert

Ein Streiter für die grünen Themen : Adam Schmitt nimmt seinen Abschied als Beauftragter

Die Stadt würdigt den langjährigen Beigeordneten und Nachhaltigskeitsbeaufragten in St. Ingbert.

In der St. Ingberter Umweltpolitik ist Adam Schmitt bekannt. 1998 war er Mitinitiator und Sprecher der Initiative „Lokale Agenda“. Als Grünen-Stadtratsmitglied und Beigeordneter für Nachhaltigkeit setzte er sich zwischen 2004 und 2019 für die nachhaltige Entwicklung der Mittelstadt und die Anpassung an den Klimawandel ein. 2018 ernannte ihn der St. Ingberter Stadtrat zum Nachhaltigkeitsbeauftragten. In einer Mitteilung beschreibt die Stadtverwaltung die Themen, die Schmitt wichtig waren und sind: Abwasserregelung und Regenwasser-Versickerung, umweltverträgliche Abfallpolitik, nachhaltiger Wohnungsbau durch Sanierung von Bestandsbauten, Stadtbegrünung, aber auch lebenswerte Wohngebiete und ein guter Nahverkehr stehen unter anderen auf seiner täglichen To-do-Liste. So sei er beispielsweise Mitbegründer der Solargenossenschaft St. Ingbert gewesen. Gemeinsam mit Stadtratsmitglied Markus Monzel (CDU) initiierte er die Neuorganisation der örtlichen Abfallsammlung und damit die Gründung des eigenständigen Abfall-Bewirtschaftungs-Betriebes St. Ingbert (ABBS). Zudem habe er als Mitglied im Biosphärenverein Bliesgau maßgeblich dazu beigetragen, dass St. Ingbert Biosphärenstadt ist und dieses Konzept auch dauerhaft mit Leben füllt.

„Nachhaltigkeit kann nur durch Vernetzung und gute Partner umgesetzt werden“, erklärt der 70-Jährige. Dank seiner Arbeit bei der Landesverwaltung als Leiter des Fachbereichs Gewässerökologie, der Mitarbeit im saarländischen Umweltministerium und in Umweltgremien sowie vielen weiteren teils ehrenamtlichen Funktionen im Bereich Umweltschutz, kennt er viele Ideengeber, Initiatoren, Drahtzieher und Entscheidungsträger. Als Nachhaltigkeitsbeauftragter für St. Ingbert ist er nun ausgeschieden, weil er zum Sprecher der Regionalgruppe Bliesgau des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ernannt wurde.

OB Ulli Meyer bedankte sich bei Schmitt für sein Engagement mit einem Geschenkkorb aus dem Weltladen St. Ingbert: „Sie haben sehr viel dazu beigetragen, dass St. Ingbert den Strukturwandel gut hinbekommen hat und als Stadt am Tor der Biosphäre nachhaltig handelt und plant. “