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Sauna im "blau" in St. Ingbert mit Panne beim Kalttauchbecken

Sauna im „blau“ : Laues Wasser im Kalttauchbecken

Ein Leserreporter weist auf einen andauernden Misstand im „blau“ hin.

Ein Leserreporter hat ein Dauerproblem im „blau“ ausgemacht. Klaus Schöndorf, regelmäßiger und durchaus zufriedener Besucher im Sauna- und Wellnessbereich der St. Ingberter Wasserwelt, wundert sich schon länger über eine Panne in der Sauna. „Das Wasser im sogenannten Kältebecken ist leider nicht mehr kühl, sondern allenfalls lau.“ Seit gut einem Jahr würden die Badegäste allerdings mit dem Hinweis vertröstet, das Becken werde repariert. Doch passiert sei bisher nichts. Dass das Kalttauchbecken trotz mehrfacher Reparaturversuche in den vergangenen Monaten Probleme bereitet, bestätigte auf Nachfrage Dieter Usner, der Betriebsleiter im „blau“. Bei dem defekten Teil handele es sich aber nicht um eine simple Wärmepumpe, wie einige Badegäste annähmen. Vielmehr sei ein komplexer Wärmeaustausch gefordert. Das System müsse gewährleisten, dass im Kältetauchbecken die Wärme des Wassers herausgenommen wird, ehe es dem Wärmebecken im Außenbereich zugeführt wird. Beide Becken seien zudem unterschiedlich gechlort. Das im kälteren Wasser aggressivere Chlor habe auch den Verschleiß im Kältebecken maßgeblich verursacht, erläuterte Usner. „Komponenten, die den Austausch in den unterschiedlichen Wassermedien ermöglichen, sind leider keine Regelapparate.“ Inzwischen hätten die Bädertechniker aber geeignete Teile mit möglichst hoher Lebensdauer bei unterschiedlichen Herstellern ausfindig gemacht. „Ein noch fehlendes Bauteil wird wohl Mitte Januar geliefert“, so Usner. Mit ihm werde die Reparatur des Kalttauchbeckens erfolgen. Eingestellt und getestet werden könne der Wärmetauscher im laufenden Saunabetrieb.

Aus der jetzigen Panne habe man im Übrigen grundsätzliche Lehren gezogen, so der Betriebsleiter „Die Laufzeit des bisherigen Wärmetauschers lag unter unseren Erwartungen.“ Deshalb solle das neue System, für das Usner mehrere zehntausend Euro als Beschaffungskosten veranschlagt, so ausgelegt sein, dass es in jedem Fall länger halten könne und zur lohnenden Investition werde.