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Sängerin tanzt barfuß zu träumerischen Melodien

Sängerin tanzt barfuß zu träumerischen Melodien

Bei einer Matinee am Sonntagmorgen standen die Sopranistin Miriam Möckl und der Pianist Everard Sigal auf der Bühne der St. Ingberter Stadthalle. Zu hören waren Lieder und Operettenmelodien. Als Auftakt erklang Robert Schumanns bekanntes Klavierwerk „Träumerei“.

"Der Weg heute Morgen hat sich wirklich gelohnt", sagte Tanja Eich, die extra von Saarbrücken zur Matinee in die Stadthalle gekommen war. Am Sonntagmorgen hatten Miriam Möckl, Sopran, und Everard Sigal, Klavier, eingeladen, bei Liedern und Operettenklängen den Sonntag einzustimmen. Den Anfang machten Robert Schumanns "Träumerei" und das Lied "Frühlingsnacht". Es folgte ein Werk Edvard Grieg, ein norwegischer Pianist und Komponist der Romantik. Sigal spielte sein Klavierstück "Albumblatt". Danach stimmte Möckl mit "Solvejgs Lied" ein. Angesprochen waren im Repertoire die Jahreszeiten, Träumereien und die vor der Halle stattfindende Kirmes.

Everard Sigal erklärte zwischen jeder Darbietung die Stücke und erzählte interessante Geschichten über die Komponisten. Er zeigte am Klavier durch gekonnte akustische Demonstrationen den Unterschied zwischen Johann und Richard Strauß . Und somit war der Übergang zu Richard Strauß gefunden. Auch die Hasseler Besucher waren mit dem Stück "Auf stillem Waldespfad" angesprochen, weil darin ein Kuckuck zu hören war. Es folgten die Lieder "Die Nacht" und "Zuneigung". Für den Operettenteil zog Miriam Möckl beherzt ihre Schuhe aus und tanzte auf der Bühne beschwingt durch die Musik. Und nahm das Publikum bei ihrer Sangeskunst mit. Bravo-Rufe waren zu hören und so folgten "Villja Lied" und "Du sollst der Kaiser meiner Seele sein", wie auch der Titel der Matinee lautete - der Übergang zu Robert Stolz war geschaffen. Everard Sigal: "George Gershwin , der leider zu früh verstarb, hatte das Thema Musical als einer der Ersten aufgegriffen." Sigal erklärte die Entstehung des Musicals. Das Lied "Verrückte Mädchen" lockte den Zuschauern ein Schmunzeln hervor, da sich Möckl entsprechend auf der Bühne verhielt. Es folgten "Summertime" und "Love is here to stay", Gershwins letzte Komposition. Ein Nachfolger Gershwins war Leonhard Bernstein. "Seine "Kunstlieder sind bekannt", so Sigal. Und es folgten aus West Side Story "I feel pretty", "Tonight" und "One Hand, One Heart".

Eine Zugabe wurde gerne gewährt mit dem Stück - zum Anklang an den derzeitigen Herbst - "Auf der Heide blüh'n die letzten Rosen". Stehende Ovationen bildeten das Schlussbild. "Es war für mich eine sehr emotionale Geschichte mit allen Facetten", meinte Marion Reichrath und Klaus Brabänder stimmte ihr zu. Eine weitere Matinee in der Adventszeit ist geplant.