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Saarpfalz-Kreis und Homburg arbeiten bei Pflege mit Unternehmen zusammen

Professionelle Beratung : Pflegestützpunkt setzt auf Kompetenz

Saarpfalz-Kreis und Christliches Jugenddorf setzen Kooperationsvereinbarung im Alltag um.

Die Vereinbarkeit der Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger mit den Anforderungen der eigenen Familie und der beruflichen Tätigkeit wird insbesondere bei immer mehr Frauen zu einer äußerst großen Herausforderung. Darauf verwies die Geschäftsführerin des Pflegestützpunktes im Saarpfalz-Kreis, Helga Setz, unlängst bei der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Pflegestützpunkt Saarpfalz-Kreis und dem CJD Homburg, das seinen Sitz in Schwarzenbach hat.

Norbert Litschko, der Geschäftsführer des CJD fügte hinzu: „Es liegt im Interesse der Unternehmen, wenn sie bei dieser schwierigen Aufgabe ihren Beschäftigten helfen, die dabei entstehenden Herausforderungen zu bewältigen.“

Der Pflegestützpunkt hilft durch professionelle Beratung und Begleitung der pflegenden Angehörigen und der Pflegenden.

Kranke Menschen und ihre Angehörigen haben es oft schwer, wenn sie unter der Vielzahl der Versorgungsmöglichkeiten die richtige Auswahl treffen müssen. Dies gilt ganz besonders für Pflegebedürftige, die in der Regel auch mehrfach krank sind. Dann ist eine Vielzahl von Unterstützungen, zum Beispiel bei der medizinischen Versorgung, der Beantragung von Pflegeleistungen, der Sicherstellung der häuslichen Versorgung, der Beantragung von Hilfsmitteln und bei der Bemühung um eine medizinische Rehabilitation erforderlich. Der Patient und seine Angehörigen benötigen dann oftmals die Flankierung durch einen Pflegeberater.

Die Pflegeberater des Pflegestützpunktes, kompetente Sozialarbeiter, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Sozialversicherungsfachangestellte werden zukünftig den Beschäftigten beim CJD Informationen zu den Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung sowie der Sozial- und Eingliederungshilfe zukommen lassen, die existentiellen Hilfen organisieren und sie bei Antragstellungen unterstützen. Diese Begleitung wird solange gewährt, wie der Hilfesuchende sie benötigt. Die Vertragspartner werden auch gegenseitig über ihre wichtigen Angebote informieren und Versorgungslücken aufgreifen.

Helga Setz weiter: „Nach der Firma INA Schaeffler und der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft AQuiS ist das CJD nun das dritte Unternehmen im Landkreis, welches die Kompetenz des Pflegestützpunktes für seine Beschäftigten unmittelbar nutzt.“

Landrat Theophil Gallo bewertet das erweiterte Engagement des Pflegestützpunktes positiv: „Durch die Kooperation mit den Unternehmen schaffen wir mehr Öffentlichkeit und einen steten, wechselseitigen Austausch. Von beiden Faktoren leben die kostenfreien Leistungen des Pflegestützpunktes unseres Kreises. Wir können vor Ort Sprechstunden und Informationsveranstaltungen anbieten, was den Rat suchenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern direkt zu Gute kommt. Ich freue mich, wenn sich weitere Firmen mit dem Pflegestützpunkt zusammenschließen. Das Angebot ist wertvoll und für pflegende Angehörige sicher unverzichtbar.“

Zum 1. Januar hatte Carmen Scheidhauer, Leiterin des Fachbereichs Soziale Angelegenheiten, die Geschäftsführung des Pflegestützpunktes übernommen.