Saar-Arbeitsmarkt weiterhin in guter Verfassung

Arbeitsmarkt Juli : Gestiegene Arbeitslosigkeit ist „saisonüblich“

Die Arbeitslosigkeit im Saarpfalz-Kreis ist im Juli saisonbedingt leicht gestiegen. Es waren 3899 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 129 mehr als im Juni und 140 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,1 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.

Die Geschäftsstelle St. Ingbert meldet 1057 Arbeitslose, 50 weniger als im Vorjahr. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent.

Der Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen in allen Landkreisen im Saarland kommt nicht überraschend. Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, erkennt darin den saisonüblichen Effekt. „Einerseits ist der 30. Juni ein übliches Befristungsdatum für Arbeitsverträge. Andererseits suchen viele gerade ausgebildete junge Fachkräfte einen neuen Arbeitgeber. Manche konnten nach der Ausbildung nicht von ihren Betrieben übernommen werden, andere suchen nach einer schulischen Ausbildung nun ihre erste Stelle“, erklärt Haßdenteufel.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag im Juli mit 360 Neuzugängen auf Vormonatsniveau. Der Stellenbestand blieb mit 1440 Jobangeboten sehr hoch (plus 13,9 Prozent zum Vorjahr) Die überwiegende Zahl der Jobangebote war in der Zeitarbeit, im Handel oder im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Gastgewerbe gemeldet.

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 880 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 560 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im Juli waren noch 310 Stellen unbesetzt und 120 Jugendliche unversorgt.

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