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Rustikal und gemütlich könnte sie sein

Rustikal und gemütlich könnte sie sein

Außen noch einen Tick rustikaler, innen gemütlicher – so könnte die Zukunft der Fischerhütte am Glashütter Weiher aussehen. Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, wird die derzeitige Hütte durch einen Neubau ersetzt.

Im Rohrbacher Ortsrat, der das Thema "Fischerhütte am Glashütter Weiher" in seiner jüngsten Sitzung diskutierte, ist man zunächst einmal froh, dass überhaupt wieder über die Hütte gesprochen wird. Schon im Jahr 2008 wurde dort auf ihren "desolaten Zustand" hingewiesen. 2009 erstellte ein Rohrbacher Architekt auch einen Neubau-Entwurf, doch die Pläne verschwanden noch im selben Jahr wieder in der Versenkung.

Kurz nach seinem Amtsantritt als St. Ingberter Oberbürgermeister rief sich Hans Wagner die Pläne wieder in Erinnerung. Zwischen 200 000 und 300 000 Euro schwanken laut einer Schätzung der Stadtverwaltung die Kosten für einen Neubau. Eine Ausschreibung des Projektes hat es aus gutem Grund bislang aber noch nicht gegeben. Denn: Zunächst muss das Vertragsverhältnis zwischen Grundstückseigentümerin (Landesforstverwaltung) und der Stadt, die das Grundstück unbefristet gemietet hat, überarbeitet werden. Im Falle einer Auflösung des Kontrakts dürfte die Forstverwaltung jegliche Bebauung wieder abreißen lassen. Die Stadt spielt deshalb mit dem Gedanken, das Grundstück entweder zu kaufen oder sich das Erbbaurecht einräumen zu lassen - der Weg zum Neubau wäre dann wohl frei, da laut Stadtverwaltung zwei Investoren bereit wären, sich mit "einer größeren Summe" an der Hütte zu beteiligen. Gleichzeitig werden Fördermöglichkeiten geprüft.

Die Ortsratsmitglieder bitten nun die Stadtverwaltung, alle Möglichkeiten zu prüfen, wie die potenziellen Investoren unterstützt und das Vorhaben umgesetzt werden kann - nach Rücksprache mit dem derzeitigen Pächter. Das ist seit Mitte der 90er Jahre Klaus Jungfleisch. Auch der 54-Jährige hält es für eine "gute Idee", dass nun neu gebaut werden soll. Wobei seiner Meinung nach auch eine Renovierung genügen würde. "Die Toiletten und der Fußboden müssten mal gemacht werden. Aber die Heizung ist zum Beispiel erst vor fünf, sechs Jahren erneuert worden", sagte Jungfleisch gegenüber der SZ.

Vor allem den aus dem Oktober 2012 stammenden Entwurf der neuen Hütte betrachtet Jungfleisch mit Skepsis. "Da wird mit zu viel Glas geplant. Der Entwurf sieht eine größtenteils verglaste Nordseite vor, die laut Jungfleisch vor allem für Einbrecher interessant werden könnte. Mit solch ungebetenen Gästen hat er es bereits jetzt zu tun, doch noch war kein Einbruchsversuch erfolgreich.