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Rückegerät hinterlässt Spuren auf den Waldwegen

Rückegerät hinterlässt Spuren auf den Waldwegen

Der zuständige Förster bestreitet nicht, dass die Waldwege im Ruhbachtal derzeit oft holprig sind. Er wirbt aber auch um Verständnis für die Folgen der ganzjährigen Holzwirtschaft. Im Frühjahr sollen die Wege wieder besser sein.

. Wer dieser Tage im Schürer Wald in der Nähe des Riesen-Schwenkers am Sioux-Weiher oder von Sechs Eichen hinunter zum Ruhbachtal unterwegs ist, sollte geländegängig sein. Denn derzeit sind die Wege dort in einem katastrophalen Zustand beziehungsweise unpassierbar, wie Karl H. Birtel bei seinen Walking-Touren in diesem Gebiet mehrmals wöchentlich sieht. "Ich war Zeitsoldat, da sind wir mit dem Panzer auf dem Truppenübungsplatz gefahren", so der St. Ingberter, "genauso sieht es jetzt im Wald aus."

Zuletzt war dort ein Rückegerät im Einsatz, das Holz abfährt, und dabei den ehemals breiten, glatt geschotterten Weg in Mitleidenschaft zieht. "Ich verstehe ja, dass die Waldarbeiter auch ihren Job machen müssen", so Birtel, "in erster Linie habe ich mich aber gewundert, warum die Wege, die vorher für wahrscheinlich viel Geld und mit Mühe am Monster-Schwenker angelegt wurden, wieder zerstört werden."

Der zuständige Revierförster Bodo Marschall kann dem Leser-Reporter, was den Wegezustand betrifft, erstmal nur Recht geben: "Das ist in der Tat so. Mir blutet selbst das Herz, wie die Wege aussehen." Die Wege, die sich zum Tag der Waldwirtschaft in einer tadellosen Optik präsentierten, seien keinesfalls nur für diesen Tag "aufgehübscht" worden. Man habe vielmehr Verträge zu erfüllen, die es Lkw erlauben, ganzjährig das Holz abzufahren. Das muss das Wegenetz auch hergeben. "Wir haben damals schon gewusst, dass wir hier zum Jahreswechsel einen Einschlagblock haben werden, weshalb die vormals unbefriedigende Wegequalität verbessert werden musste", wie Marschall sagt. Was für Fußgänger jetzt problematisch und ein Ärgernis ist, ist lediglich die schlammige Oberschicht der Wege. Ansonsten ist der Weg "tadellos, stabil und tragfähig", wie der Saarforst-Mitarbeiter versichert. "Die Rückemaschine kommt schlecht voran, hat schon mal Ketten um die Reifen", so Marschall, "da weicht der Unterboden auf."

Doch sobald das Holz gerückt ist, was auch vom Wetter abhängt, würden die Waldarbeiter die Schicht wegschieben. "Wir sind bemüht, die Wege so schnell wie möglich wieder in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Im Frühjahr wird man davon gar nichts mehr sehen", verspricht Bodo Marschall.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Leser-Reporter Karl H. Birtel aus St. Ingbert . Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, können Sie für Sprachnachrichten aufs Band die Telefonnummer (0681) 5 95 98 00 nutzen oder schicken Sie Ihren Hinweis an unsere E-Mail-Adresse: leser-reporter@sol.de.