Rückblick, Abschied, Ehrungen

Die letzten Wochen des Jahres sind vor allem auch für kirchliche Vereine oft Anlass, Rückschau zu halten und langjährige Mitglieder zu ehren. So auch beim Chor der St. Ingberter Konradskirche, der Kolpingfamilie Rohrbach und dem Kirchenchor St. Cäcilia Blickweiler.

Die Jubilare des Kirchenchores Blickweiler. Foto: Hildegard Schömann. Foto: Hildegard Schömann
Die Jubilare des Chores der St. Konradskirche. Foto: Franz-Josef Bleif. Foto: Franz-Josef Bleif

Zu seinem traditionellen Chornachmittag traf sich der Kirchenchor der St. Konradskirche in St. Ingbert . Alljährlich blicken die Chormitglieder bei diesem Treffen zurück, etwa auf ihr Konzert mit Chormusik aus der Romantik, mit dem sie im November in der St. Konradskirche ein großes Publikum erfreuten.

Aufnahmen in Bild und Ton brachten die musikalische Aufführung im Zusammenwirken mit Vokalsolisten und Orchestermusikern in Erinnerung und lösten Anerkennung für die Dirigentin des Konzerts, die Chorleiterin Ulrike Bleif aus.

Einen noch weiteren Blick nach hinten lieferte die Ehrung zweier Jubilare des Chors. Christel Reichel singt seit 60 Jahren zum Lobe Gottes, allerdings nicht nur im Chor der St. Konradskirche, der noch nicht so alt ist. Bischof Karl-Heinz Wiesemann von der Diözese Speyer ehrte die Sängerin für ihre Chormitgliedschaft und ihren Gesang in den Gottesdiensten mit einer persönlich unterzeichneten Urkunde.

Markus Staut singt im Chor der St. Konradskirche seit 40 Jahren und wurde ebenfalls mit einer Urkunde, unterschrieben vom Diözesanpräses der Kirchenchöre Regens Magin, ausgezeichnet. Für die Pfarrgemeinde dankte den beiden Jubilaren Gemeindereferent Holger Weberbauer und erfuhr für seine lobenden Worte lebhaften Beifall der Chormitglieder, die damit ebenfalls ihren Dank und ihre Ehrung zum Ausdruck brachten. Die Vorsitzende des Chors Susanne Bleif und Chorleiterin Ulrike Bleif formulierten die Ehrung der beiden Jubilare seitens des Chors in herzliche Worte.

Anlässlich des 150. Todestages von Adolph Kolping feierte die Kolpingfamilie Rohrbach ihren traditionellen Kolpinggedenktag. Nach der Feier der Messe in St. Johannes wurde im Jugendheim zum Mittagessen und Kaffee und Kuchen eingeladen.

Hierbei konnte der Vorsitzende Jörg Wilhelmi viele Kolpingmitglieder begrüßen. Wilhelmi, die zweite Vorsitzende Simone Zöllner und Pfarrer i. R. Georg Dahl zeichneten langjährige Mitglieder aus. Veronika Ferrang, Silke Wirtz, Klaus Weiland und Daniela Lauterbach wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Günter Rohe, Peter Gebhardt und Markus Kolling geehrt. Eine außergewöhnliche Ehrung wurde Heinz Glutting zuteil. Am 3. 12. 1950 trat er in die Kolpingfamilie Spiesen ein und kam einige Jahre später zur Kolpingfamilie Rohrbach. Er wurde für 65-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Nach dem Kaffee und Kuchen wurde das neue Jahresprogramm 2016 mit einigen neuen Akzenten vorgestellt. In gemütlicher Runde klang der Kolpinggedenktag nach dem Kaffee aus.

Es war schon eine besondere Cäcilienfeier, zu der Hildegard Schömann, Vorsitzende des Kirchenchors St. Cäcilia Blickweiler, die Sängerinnen und Sänger nebst Anhang begrüßen konnte.

Da hieß es Abschied nehmen von Pfarrer Kast, der 17 Jahre lang in Blickweiler und Blieskastel gewirkt hatte und nun in den Ruhestand geht. Er hat immer wieder die Bedeutung der Musik für die würdevolle Gestaltung eines Gottesdienstes hervorgehoben und die Arbeit des Chores sehr geschätzt. Für ein besonderes Projekt, ein Adventskonzert in der Justizvollzugsanstalt Zweibrücken, hatte er sogar selbst im Chor mitgesungen. Aber auch Sebastian Müller, fast acht Jahre lang Chorleiter in Blickweiler, hat sich neue musikalische Aufgaben gesucht und hatte mit der Gestaltung des Vorabendgottesdienstes seinen letzten Auftritt in der Blickweiler Kirche. Er hatte als 17-jähriger Schüler in Blickweiler angefangen und sich nach kurzer Zeit den Respekt der Sängerinnen und Sänger , die ja ausnahmslos seine Eltern oder Großeltern hätten sein können, erarbeitet. Der Chor hat sehr gerne mit ihm gesungen und lässt ihn nur ungern ziehen. Aber auch von ihm hieß es Abschied nehmen.

Und dann gab es vier Chormitglieder, die für sage und schreibe 70-jährige Sängertätigkeit ausgezeichnet wurden. Eine Ehrung für eine solch lange Zeit gab es im Kirchenchor noch nie. Maria Kohl, Ruth Kihm, Waldemar Hurth und Karl-Heinz Stumpf haben sich unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Kirchenchöre ihre Arbeit wieder aufnahmen, in den Dienst der Kirchenmusik gestellt und sind ihr bis heute treu geblieben. Dafür gab es eine anerkennende Urkunde des Bischofs. Das Schlusswort hatte der scheidende Chorleiter Sebastian Müller. Er bedankte sich beim Chor für die gute Zusammenarbeit und appellierte an alle, weiterhin zu singen.