Ruck, zuck war der Schmuck weg

Rohrbach/St. Ingbert. Opfer von Trickdieben wurde am Dienstagnachmittag gegen 14.30 Uhr ein 69-Jähriger Mann aus Rohrbach. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann beim Verlassen seiner Wohnung in der Oberen Kaiserstraße aus einem Auto heraus vom Beifahrer nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt

Rohrbach/St. Ingbert. Opfer von Trickdieben wurde am Dienstagnachmittag gegen 14.30 Uhr ein 69-Jähriger Mann aus Rohrbach. Nach Angaben der Polizei wurde der Mann beim Verlassen seiner Wohnung in der Oberen Kaiserstraße aus einem Auto heraus vom Beifahrer nach dem Weg zum Krankenhaus gefragt. Zum Dank dafür, dass ihm der Mann den Weg erklärte, stieg der dunkelhäutige Beifahrer aus, drückte dem Rohrbacher zwei goldfarbene Ringe in die Hand und legte ihm zudem eigenhändig eine Halskette um den Hals. Dann fuhr der Pkw, der vermutlich ein französisches Kennzeichen hatte, davon.Noch am Abend stellte der "beschenkte" Rohrbacher fest, dass ihm der dunkelhäutige Mann beim Anlegen der Geschenkkette fingerfertig seine eigene Halskette im Wert von 90 Euro abgenommen hatte. Eine Prüfung der Gegengeschenke ergab, dass beide Schmuckstücke kaum einen Wert haben. Die Ringe wiesen keinen und die Halskette eine falsche Stempelung auf.

Statt Gold gibt's Blech

Ebenfalls am Dienstag fand ein Betrüger mit einer Schmuck-Masche im Bereich der Vorderen Hobelsstraße in St. Ingbert ein Opfer. Der südländisch aussehende Betrüger sprach dort gegen 16.55 Uhr einen Mann an und erklärte ihm, dass der Tank seines Autos leer sei und er unbedingt Geld zum Tanken benötige. Im Gegenzug bot er dem St. Ingberter eine "Goldkette" für 200 Euro zum Kauf an. Nachdem der Betrüger wiederholt auf seine vermeintliche Notlage hingewiesen hatte, wurden sich die Männer bei einem Betrag von 40 Euro handelseinig, wobei der Betrüger noch einen "goldenen Ring" dazulegte. Seinen Kauf ließ der St. Ingberter in einem Fachgeschäft überprüfen - mit ernüchterndem Ergebnis. Für einen Experten stand rasch fest, dass er wertlosen Schmuck erworben hatte.

Immer wieder, so auch im aktuellen Fall, warnt die Polizei, vor dem Ankauf dieser sogenannten "Blenderware" oder "Autobahngold". Unter Vortäuschung irgendwelcher Notlagen würden regelmäßig durch südländisch oder osteuropäisch aussehende Personen tatsächlich aus Messing oder Aluminium gefertigte Schmuckstücke an den hilfsbereiten Mann oder die hilfsbereite Frau gebracht.

Sechs Eisenstangen sind schließlich am Dienstag zwischen zehn und elf Uhr in der Hanspeter-Hellenthal-Straße in St. Ingbert Beute eines kriminellen Schrotthändlers geworden. Der Täter betrat den mit einer Hecke begrenzten Garten eines dortigen Wohnhauses und nahm die Eisenstangen, die zum Beschweren des Daches eines Holzunterstandes abgelegt waren, einfach mit. Dabei hinterließ er Fußspuren im Schnee. red

Hinweise in allen drei Fällen an die Polizei St. Ingbert unter Tel. (0 68 94) 10 90.