Roundabout-Tour lässt keine Wünsche offen

Roundabout-Tour lässt keine Wünsche offen

16 Kneipen, 16 Bands, 16 Mal Live-Musik – 16 Zuhöher? Nix da. Die St. Ingberter Roundabout-Tour ist auf dem besten Wege, sich als Volksfest einen Namen zu machen. Einmal mehr wurde deutlich, dass auf der Tour für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die prächtige Stimmung in der Stadt war beinahe greifbar. Bestens aufgelegte Musiker trafen bei der zwölften Roundabout-Tour in St. Ingbert auf ein Publikum, das nach guter Musik lechzte. Auch für die Gastgeber, also die Betreiber von Kneipen, Gaststätten oder Tanzschulen ist die Tour etwas ganz Besonderes.

Das galt vor allem für Wolfgang Brechtel, der erst vor neun Wochen das "Irish Pub" am Bahnhof eröffnete und Gisi's Irish Pub-Connection zu sich einlud. Schon lange bevor die Gruppe loslegte, war Brechtels Laden rappelvoll. "Damit hätte ich nicht gerechnet, weil ich ja doch etwas weit ab vom Schuss liege." Aber: Der Inhaber sah in dem Standort-Nachteil auch einen Vorteil: "Viele starten ihre Tour wahrscheinlich hier, weil ich die Bahn und ausreichend Parkplätze vor der Tür habe." Am anderen Ende der Roundabout-Tour-Karte ließen sich die Alligatoren nieder. Die St. Ingberter Band lockte mit Rock'n'Roll zahlreiche Gäste ins Sudhaus.

Eine geografische Besonderheit war auch der Felsenkeller. In der vielleicht am tiefsten unter der Erde gelegenen und nach Meinung der Musiker schönsten Kneipe feierte die Deutsch-Rock-Band Robbys Reha-Center St. Ingberter Roundabout-Premiere. Frontmann Robby Jost war sich sicher, für jeden Geschmack etwas dabei zu haben. Mit "1000 und 1 Nacht" haute die Gruppe gleich mal einen Klassiker raus und ließ mit dem Westernhagen-Stück "Willenlos" sofort die nächste Platte folgen, bei der die Leute mitsangen.

Raus aus der vielleicht schönsten Kneipe, hinein ins "Perplex" - der laut Bixi-Chicks-Frontfrau Nadja Schilly einzigen Kneipe, bei der die Band auch von hinten zu sehen ist. Das "Gelbe vom Ei" hatte sich die siebenköpfige Band auf die Fahnen geschrieben und damit die Messlatte hoch gelegt. Wer aber Titel von Lionel Richie ("All night long"), Prince ("Kiss") oder Gossips "Move in the right Direction” auf der Playlist stehen hat, zieht auch mühelos das Publikum auf seine Seite. Als Fan der Gruppe bekannte sich Rudi "Gulli" Spiller, der gemeinsam mit Udo Schmitt die Tour auf die Beine stellte. "Die spielen Billy Joel - wo gibt es das denn schon?", freute sich Spiller. Er hat noch einen Grund, sich gerne an diese zwölfte Roundabout-Tour in St. Ingbert zu erinnern. Wie die Polizei am Sonntagmorgen bestätigte, gab es keine Zwischenfälle. Die Beamten wussten schon, weshalb sie nicht sagten, dass es ruhig geblieben sei: weil es nämlich die 3 Monkeys im Soho richtig krachen ließen und natürlich auch George Dusemond in der Tanzschule Fess. Der Rohrbacher Schlagzeuger trommelte seine Formation Dusemond & Friends zusammen, angeführt von Sängerin Silvia Petrovic. Wer sie nicht sah, sondern nur hörte, hätte auch annehmen können, dass es sich um Bonnie Tyler handelt.