Rollenspiele im Kino und im wirklichen Leben

Rollenspiele im Kino und im wirklichen Leben

St. Ingbert. Heute um 19 Uhr ist "Lost Highway" (USA 1997) von David Lynch mit Bill Pullman (Fred Madison), Patricia Arquette (Renee Madison/Alice Wakefield), Balthazar Getty (Peter Raymond Dayton), Robert Blake (Mystery Man), in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen

St. Ingbert. Heute um 19 Uhr ist "Lost Highway" (USA 1997) von David Lynch mit Bill Pullman (Fred Madison), Patricia Arquette (Renee Madison/Alice Wakefield), Balthazar Getty (Peter Raymond Dayton), Robert Blake (Mystery Man), in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen. Mit dem Mystery-Thriller "Lost Highway" schuf David Lynch 1997 einen echten Klassiker über Alptraum und Verfolgung. Voller Mißtrauen und Argwohn schaut der Jazz-Musiker Fred (Bill Pullman) auf seine Frau Renee (Patricia Arquette). Zerfressen von Eifersucht, verdächtigt er die attraktive Brünette, ihn zu betrügen und wird unter dem Verdacht verhaftet, seine Frau auf bestialische Weise ermordet zu haben. Abgeurteilt und inhaftiert, erwartet er in der Todeszelle die Hinrichtung. Eines Nachts jedoch ereignet sich eine fantastische Transformation: Fred verwandelt sich in Pete Dayton (Balthazar Getty), einen jungen Automechaniker. Den Behörden bleibt nichts anderes übrig, als den offensichtlich unschuldigen Häftling in die Freiheit zu entlassen. In der Kinowerkstatt läuft am morgigen Samstag, 5. Dezember, um 21 Uhr, sowie am Sonntag, den 6. Dezember, um 18 und 20 Uhr, "Whisky mit Wodka" (Deutschland 2009), der neue Film von Andreas Dresen mit Henry Hübchen, Corinna Harfouch, Sylvester Groth, Markus Hering, Valery Tscheplanowa, Peter Kurth, Karina Plachetka, Matthias Walter, Kai Börner, Thomas Putensen, (FSK: ab zwölf Jahren, 104 Minuten). Der Schauspieler Otto Kullberg (Henry Hübchen) ist ein Mann, den die Frauen lieben und die Männer mögen. Gelegentlich trinkt er zu viel. Als er deshalb einen Drehtag seines neuen Films verpatzt und auszufallen droht, wird ein jüngerer Kollege (Markus Hering) engagiert, mit dem alle Szenen zur Sicherheit ein zweites Mal gedreht werden: Leo, der Produzent, will kein Geld verlieren. Otto Kullberg, ein Sprücheklopfer und Mittelpunktmensch, muss seine Rolle im Film behaupten, im Kostüm der 20er Jahre, als Mann zwischen zwei Frauen. Und er versucht, seine Rolle im Leben neu zu verstehen.Mit der melancholischen Komödie knüpfen Regisseur Andreas Dresen ("Wolke 9") und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase ("Solo Sunny") an ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bei "Sommer vorm Balkon" an: Sensibel, mit Leichtigkeit und lakonischem Humor erzählen sie von Einsamkeit und Älterwerden, von Chancen und Träumen und von kleineren und größeren Lügen. Am Montag, 7. Dezember, um 20 Uhr läuft "Mulholland Drive" (USA/Frankreich 2001) von David Lynch (FSK: Freigegeben ab 16 Jahren, 147 Minuten). Lynch selbst nannte seinen Filme bei der Präsentation bei den Filmfestpielen in Cannes "eine Liebesgeschichte in der Stadt der Träume". Bei einem Autounfall auf den Hügeln über Hollywood verliert eine schwarzhaarige Schönheit ihr Gedächtnis und sucht verstört in einem leerstehenden Appartement Zuflucht.Dort zieht am nächsten Tag die naive Schauspielerin Betty ein, die in der Traumfabrik auf die große Karriere hofft. Die beiden Frauen freunden sich an und versuchen, das Geheimnis um die Identität der Schwarzhaarigen zu lüften. Parallel dazu wird ein Regisseur mit den harten Tatsachen des Filmgeschäfts konfrontiert. "Mulholland Drive" läuft im St. Ingberter Filmkolleg "filmreif" mit Matthias Ziegler. Besprechung des Films ist am Mittwoch, 9. Dezember, 19.30 Uhr. red