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Rohrbacher Weihnachtsmarkt unterstützt Schule und Kita

Tombola-Erlös in Rohrbach übergeben : Weihnachtsgeschenk gefällt auch im Sommer

Beim Rohrbacher Weihnachtsmarkt gab es eine Tombola, von der Einrichtungen im Stadtteil profitieren.

Ein Weihnachtsmarkt in der Adventszeit ist für die Besucher immer eine schöne Sache. Doch in Rohrbach profitieren nicht nur sie davon, sondern auch die Gewinner bei der Tombola und noch viel mehr die, die sie auf die Beine stellen. Denn das Engagement der Helfer beim Einsammeln der Sachspenden und Gutscheine zahlt sich doppelt aus. Wer bei der Tombola einen Preis „abstaubt“, freut sich, aber ebenso die Einrichtungen, die mit dem Erlös der Lose bedacht werden.

Beim 39. Rohrbacher Weihnachtsmarkt 2019 waren dies die Gemeinschaftsschule Rohrbach und die Kita Detzelstraße, die am vergangenen Freitag jeweils 3800 Euro vom Orga-Team des Weihnachtsmarktes in Empfang nahmen. „Für uns findet die Tombola heute zu einem schönen Abschluss“, sagte Schulleiterin Susanne Fritz, „wir können das Geld gut gebrauchen, denn wir wollen eine Indoor-Boulder-Halle einrichten. Da sparen wir schon seit Jahren drauf und sind froh, dass so wieder eine Portion dazu kommt.“ Rund fünf Jahre sei man schon dabei, die Finanzierung für dieses sportliche Highlight zu sichern. Wofür das Geld in der Kindertagesstätte Detzelstraße, die derzeit in den Räumlichkeiten der Stadtwerke untergebracht ist, verwendet wird, steht noch nicht fest.

Den Grund nannte ein Vertreter des dortigen Fördervereins: „Wir betrachten mit Sorge, dass sich alle Augen nur auf Corona richten, denn wir sind in einem Provisorium untergebracht und haben Angst, dass wir da untergehen. Es wäre schön, wenn die Verantwortlichen bei der Stadt besser mit uns kommunizieren würden. Wir möchten wissen, wie es weitergeht, denn das ist die Grundlage dafür, dass wir auch wieder was fördern können.“ Und noch etwas steht in den Sternen, nämlich ob der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Es wäre der 40. und damit eine Jubiläumsveranstaltung. Solch ein Ereignis braucht eine organisatorische Vorlaufzeit, weshalb spätestens nach den Sommerferien mit der Planung begonnen werden müsste. Derzeit ist noch vieles offen. „Wir müssen in den nächsten Wochen eine Entscheidung treffen. Das Jubiläum ist schon eine Hausnummer. Bisher gab es immer eine hervorragende Teamarbeit. So wäre es auch in diesem Jahr, bei dem der Erlös der Tombola an die Kita der Lebenshilfe und die Pestalozzischule gehen würde. Wir sind auf dem Sprungbrett, aber es gibt Warnungen. Im Endeffekt haben wir den Leuten gegenüber auch Verantwortung“, bezieht sich Ortsvorsteher Roland Weber auf den Erhalt der Gesundheit aller Beteiligten.

Jörg Schuh vom Orga-Team wird noch deutlicher: „Eine Tombola wird es in diesem Jahr auf jeden Fall nicht geben. Einen Weihnachtsmarkt vielleicht.“ Aber die Tombola wird nur aufgeschoben, so dass die beiden genannten Einrichtungen einfach beim nächsten Mal bedacht werden. Allerdings fällt der Tombolaerlös, wie bei der aktuellen Spendenübergabe erwähnt wurde, seit Neuestem etwas geringer aus. Denn mit größer werdenden „Umsätzen“ partizipiert auch das Finanzamt.