Rohrbacher plädieren für einen weiteren Ausbau ihres Bürgerhauses

Rohrbacher plädieren für einen weiteren Ausbau ihres Bürgerhauses

Rohrbach. Eine ganze Reihe von Wünschen für den städtischen Doppelhaushalt 2011/12 hat der Ortsrat von Rohrbach formuliert

Rohrbach. Eine ganze Reihe von Wünschen für den städtischen Doppelhaushalt 2011/12 hat der Ortsrat von Rohrbach formuliert. In einer Sitzung am Mittwochabend, die sich nahezu ausschließlich mit dem Thema Haushalt befasste, hat das Gremium zum einen eine Liste mit aus seiner Sicht für den Stadtteil vorrangigen Projekten beschlossen und zum anderen die Stadtverwaltung einstimmig gebeten, alle Rohrbach betreffenden Haushaltsreste aus diesem Jahr in dem neuen Etat wieder aufzunehmen.Petra Baltes, die Fraktionsvorsitzende der Familien-Partei, hatte in ihrer Haushaltsrede zunächst grundsätzliche Kritik an dem von der Verwaltung gewählten Verfahren geübt. Es sei unredlich, von den Ortsräten Haushaltsplanungen zu verlangen, wenn seitens der Stadt noch nicht einmal eine Grobstruktur der vorgesehenen Haushaltsgelder vorliege. Trotz dieser Bedenken legte die Familien-Partei aber einen umfangreichen Forderungs-Katalog vor. Ihre insgesamt 18 Punkte umfassende Prioritätenliste reicht dabei von einer Überprüfung aller Rohrbacher Bebauungspläne, die das Bauamt ohne zusätzliche Kosten übernehmen soll, bis zu kostenintensiven Projekten für die Ortsentwicklung. Für einen weiteren Ausbau des Bürgerhauses sowie den Ankauf des Hauses "Gipsdiele" in der Straße Hinter den Gärten veranschlagte Baltes immerhin eine halbe Million Euro.Auch Jörg Schuh für die CDU und Herdis Behmann für die SPD trugen etliche Haushaltswünsche vor. Obwohl sich diese vielfach mit denen der Mehrheitsfraktion deckten, verständigte sich der Ortsrat auf Vorschlag von Petra Baltes nochmals auf wesentliche Forderungen, um größtmögliche Einigkeit für Rohrbach zu erzielen. Der dann einstimmig beschlossene "Block mit oberster Priorität" umfasst mehrere Projekt zur Ortsentwicklung. Hierzu zählen der Neubau der Kita Jugendheimstraße und Umbauten in der Kita Detzelstraße sowie ein Ausbau des Dachgeschosses im Erweiterungsbau der Pestalozzischule. Weitere Forderungen sind der Neubau der Fischerhütte am Glashütter Weiher, ein Jugendfreizeitkonzept für Rohrbach, die Einführung eines Grundschultickets sowie ein Ersatz für das entfallende Linientaxi. Neben der einhelligen Forderung nach einen zweiten Bauabschnitt für das Bürgerhaus, mit dem auch der ehemalige Kinosaal "umfassend und zügig renoviert" werden soll, gab die CDU zu Protokoll, dass sie einen Ankauf des Hauses "Gipsdiele" nicht mittrage. Zudem ergänzte Jörg Schuh den Vorschlag, die TG-Halle zu renovieren, um die Idee auch deren Umfeld zu überplanen.Die Details der Rohrbacher Prioritätenliste will die Stadtverwaltung nun in einer eigenen Sitzung im Rathaus mit den Ortsratsmitgliedern besprechen. Wann dieses Treffen stattfindet, ist aber noch offen.schet

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