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Religiöses Fest wird am Donnerstag wieder in Ormersviller gefeiert

Religiöses Fest wird am Donnerstag wieder in Ormersviller gefeiert

Seit 34 Jahren wird im kleinen lothringischen Dorf Ormersviller an Mariä Himmelfahrt, Donnerstag, 15. August, ein religiöses Fest gefeiert.

Es ist in den vergangenen Jahren zu einer beeindruckenden deutsch-französischen Begegnungsfeier geworden, die zahlreiche Besucher von beiden Seiten der Landesgrenzen anzieht.

Die "Chapelle Saint Joseph" ist schon von weitem zu sehen. Weit oberhalb des verträumten Dörfchens Ormersviller liegt sie auf einem Hügel. Dort auf der Höhe beginnt um 10.30 Uhr der Freiluft-Gottesdienst. Danach wird im eigens für die Feier aufgestellten Zelt, wo bei schlechtem Wetter auch die Liturgiefeier stattfinden wird, gegen 12 Uhr ein Aperitif und danach das Mittagessen gereicht. Von dem Hügel hat man bei gutem Wetter einen Ausblick bis in die Vogesen, öffnet sich ein gigantisches Panorama: das Bitcher Land bis zum Horizont. Ab 13 Uhr können die Gäste Kaffee und Kuchen zu sich nehmen. Um 15 Uhr beginnt eine Andacht mit Prozession auf dem Kapellengelände.

Andacht mit Prozession

Organisiert wird alles vom Kapellenverein Ormersviller mit seinem Vorsitzenden Jean-Joseph Sprunck, dem langjährigen Bürgermeister des Grenzortes. Der Chef des Vereins "Freunde der Josefskapelle" erinnert sich, dass alles mit einem kleinen Gottesdienst angefangen habe. "50 Würste, das war alles, was wir damals verkauften."

Die Wallfahrt sei aber schnell über sich selbst hinausgewachsen, wurde fast zum Volksfest. Fast 2000 Menschen waren im vergangenen Jahr zu der Veranstaltung gekommen. Die Kapelle war am 9. September 1939 von französischen Pionieren gesprengt worden. Erinnerung an diese Zeit ist ein Kreuz, gefertigt aus Granatsplittern, die der deutsche Soldat Hermann Wesely rund um die Kapelle aufsammelte. Das Kreuz wurde in der Nähe des Gotteshauses aufgestellt.