Radweg: Radweg ohne Licht und Asphalt

Radweg : Radweg ohne Licht und Asphalt

CDU-Ortsratsfraktion verweist in der Diskussion auf ähnliche Situation in Franken.

In der jüngsten Stadtratssitzung gab die Stadtverwaltung bekannt, dass für einen provisorischen Radweg über das ehemalige Accord-Gelände Gesamtkosten in Höhe von 35 000 Euro anfallen würden (wir berichteten). Das will die CDU-Ortsratsfraktion so nicht hinnehmen und verwiest auf ein Beispiel in Franken. Der Altmühltal-Fahrradweg hat eine Länge von 72 Kilometern und verläuft zum großen Teil über das Betriebsgelände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Er ist größtenteils nicht asphaltiert, komplett unbeleuchtet und auch nicht durch einen Bauzaun vom restlichen Betriebsgelände abgetrennt.

Ein simples Schild mit der Aufschrift „frei für Fußgänger und Radfahrer auf eigene Gefahr“ genügt. Diesen Vorschlag der CDU-Ortsratsfraktion habe die Stadtverwaltung St. Ingbert abgelehnt und stattdessen für das circa 50 Meter lange Stück Kosten in Höhe von 35 000 Euro veranschlagt. Hätte man in Franken gleiche Maßstäbe wie in St. Ingbert angelegt, wären für den Altmühl-Fahrradweg zusätzliche Kosten in Höhe von 50,4 Millionen Euro angefallen, erklärt der Ortsrat.

Das hat man zum Wohle des Fahrrad-Tourismus nicht getan. In Franken gelte eben Pragmatismus vor Bürokratie, betonen die beiden Fraktionsvorstände Jörg Schuh und Jutta Fell.

Mehr von Saarbrücker Zeitung