Quilts nähen und Kindern helfen

Die Handarbeitsgruppe „Die Fliggstigga“, bestehend aus etwa 20 Frauen, trifft sich seit 16 Jahren, um Quilts zu nähen und sich über neue Muster auszutauschen. Alle paar Jahre findet eine Ausstellung statt, deren Erlös die Gruppe spendet. Drei Projekte werden gefördert, darunter die Hausaufgabenhilfe.

Seit vielen Jahren treffen sich die "Fliggstigga" in der Begegnungsstätte des Caritas-Zentrums Saarpfalz in St. Ingbert , um in geselliger Runde ihrem Hobby nachzugehen, dem Quilten. Als Dank für die kostenlose Nutzung des Raumes hat die Frauengruppe nun im "Treffe em Gässje" eine Spendensumme für die Caritas in Höhe von 1300 Euro bekanntgegeben. Dieser stolze Betrag ist der Erlös aus einer Ausstellung der genähten Handarbeiten, welche die "Fliggstigga", begleitet von Kaffee und- Kuchenverkauf sowie einer großen Tombola alle zwei bis drei Jahre im Kuppelsaal des Rathauses veranstalten.

Ein Quilt ist eine aus kleinen, verschiedenfarbigen, zugeschnittenen Stoffstücken zusammengesetzte gesteppte Zierdecke. Sie ist vielseitig verwendbar. So werden beim Quilten Decken für Bett und Tisch, aber auch Wandbehänge, Topflappen oder andere Handarbeiten genäht. Das Wort "Quilt" stammt aus dem Englischen und bedeutet "Steppdecke". Sie besteht in der Regel aus drei Lagen: einer dekorativen Oberdecke, einem wärmenden, weichen Füllstoff und einer Quilt-Rückseite.

Bereits vor 16 Jahren haben sich handarbeitsbegeisterte Frauen aus St. Ingbert und Umgebung nach dem Besuch eines Kurses zusammengetan, um die Kunstfertigkeit des Quiltens weiterzuentwickeln. Alle 14 Tage treffen sich seitdem etwa 20 Frauen im Alter zwischen 50 und 82 Jahren zum Entwerfen und Nähen in gemeinsamer Runde. "Beim Quilten tauschen wir uns über den Stand unserer Arbeiten aus und geben uns gegenseitig Tipps und Ratschläge", erklärt Beate Tambue, die Sprecherin der "Fliggstigga". Die Kunstwerke werden dann verschenkt oder auf Märkten und Messen verkauft.

Ulrike Molitor, die stellvertretende Leiterin des Caritas-Zentrums Saarpfalz, freut sich sehr über die Spendean die Caritas . "Wir haben vorgeschlagen, den Betrag hilfsbedürftigen Kindern in St. Ingbert zukommen zu lassen", sagt sie. Ein Teil geht an die therapeutische Schülerförderung der Caritas und kommt derzeit 22 Kindern mit Förderbedarf zugute. Einen weiteren Betrag erhält das Kinder- und Jugendhaus in der Rickertstraße. Als Träger unterstützt die Caritas hier die Freizeitgestaltung von Kindern, zu denen auch viele Flüchtlingskinder gehören. Schließlich wird auch die Hausaufgabenhilfe der Caritas für Migrantenkinder von der Spende profitieren. Die Bekanntgabe des Spendenbetrags haben die "Fliggstigga" im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier bei Plätzchen und Wichtelgeschenken vorgenommen. Und natürlich wurde dabei auch wieder die eine oder andere Idee für neueKunstwerke besprochen.