Südschule: Projektwoche zur Nachhaltigkeit an der Südschule

Südschule : Projektwoche zur Nachhaltigkeit an der Südschule

Aus dem Wunsch heraus, etwas für unsere Erde zu tun, entstand an der Südschule die Idee zu einer Projektwoche der Nachhaltigkeit unter dem Motto „Es gibt keinen Planeten B“. Gemeinsam mit den Schülern wurden sieben Themenkomplexe erarbeitet, denen sie sich in dieser Woche an drei Tagen klassenübergreifend widmeten. „Wir wollten wenig vorgeben. Die Kinder wissen Vieles selber“, sagte Schulleiterin Stefanie Zwing bei der Vorstellung der Projektwoche. Dazu gehörten das Erlebnis Wasser, Wald und Wiese, Kochen, Mensch und Klima, Tiere, Drei Tage Afrika und der Umgang mit Müll. Vorab konnten sich die 310 Schüler für eines der Themen entscheiden, die vom Lehrerkollegium einmal für die Klassenstufen 1 und 2 sowie für die älteren Jahrgänge separat aufbereitet wurden.

Herausgekommen ist eine bunte Palette an Projekten, die keine Eintagsfliegen bleiben, sondern später in Arbeitsgemeinschaften aufgehen sollen. Im Keller war die Kochgruppe unter dem Arbeitstitel „Ich kann kochen- mit leckerem Essen gesund durchs Leben“ dabei, die drei Tagesgerichte vorzubereiten. Auf dem Speiseplan standen Nudeln mit Tomatensauce, Kartoffeln mit einem Radieschen-Kräuterquark und ein Obstquark zum Nachtisch, bei denen alle Zutaten durch die Kinderhände gingen und eigenhändig geschnippelt oder gerührt wurden.

Selbst die Gemüsesuppe, die es am Vortag gab, schmeckt tausendmal besser als sonst, wenn sie mit regionalen Zutaten selbst zubereitet wird. Da waren sich die Schüler einig. Für die betreuende Lehrerin Priska Nehlig „ist es spannend, die Kinder auch mal in unterschiedlichen Zusammensetzungen außerhalb des Unterrichts zu erleben“. Im Foyer wurde an einer Behausung für Schleiereulen gewerkelt, so lange, bis Naturführer Martin Hirsch mit seinen Tieren zu Besuch kam. Im Innenhof der Schule erzählte er den Grundschülern Wissenswertes über die Verwandten von Uhu Anton, den er zum Angucken (und Streicheln) mitgebracht hatte. Bei der Fütterung eines Saatkrähen-Findlings durften sie ebenfalls dabei sein.

Zwischendurch besuchten die Kinder die Bienen gegenüber der Schule, ein Projekt, das sie nicht nur im Bienenjahr magisch anzieht. Die „Klimagruppe“ beschäftigte sich ausführlich mit den Klimazonen der Erde, lernten deren Tiere kennen und setzten sich malend mit diesem Thema auseinander.

Im Vordergrund stand die Frage, was jeder Einzelne tun kann, um der Klimaveränderung zu begegnen. Anregungen zum Haushalten mit Ressourcen, zum Kauf klimaneutraler Lebensmittel oder Kleidung sollten, ginge es nach den Projektleitern, auch (nachhaltig) in die Familien getragen werden. Das Ergebnis unserer Wohlstandgesellschaft konnte die „Müllgruppe“ auf dem Wertstoffhof bestaunen. Dort erfuhren sie auch, wie Dinge recycelt werden. Zuvor hatten die Kinder rings ums Schulgebäude alles eingesammelt, was von anderen achtlos weggeworfen worden war.

Marika Flierl, Geschäftsbereich Bildung der Stadtverwaltung, freute sich, dass mit dieser Projektwoche „der rote Faden der Stadt weitergesponnen wird“ – der Biosphärenstadt, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlt. Die Südschule lebe die Nachhaltigkeit bereits im Kleinen, sei sie doch mittlerweile Teil des Schulprogramms.

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