Projekttage an der Albertus-Magnus-Realschule in St. Ingbert

Albertus-Magnus-Realschule : Spannende Ausblicke auf das Berufsleben

Schüler der Albertus-Magnus-Realschule stellten Ergebnisse ihrer Projekt- und Workshoptage vor.

Schule ist nicht nur Theorie im Klassenzimmer. Das zeigen besonders anschaulich die Projekt- und Workshoptage der Albertus-Magnus-Realschule. Alle Klassenstufen haben an zwei Tagen die Möglichkeit an Projekten teilzunehmen und Einblicke in verschiedenste Unternehmen und Betriebe zu erhalten. In den fünften und sechsten Klassen ging es um die Klassengemeinschaft. Themen wie Teamfähigkeit und Kommunikation standen im Mittelpunkt. Dabei entstehen nicht nur gemeinsame Plakate, sondern zum Beispiel kreative Figuren aus Zeitungen. Handwerklichen Geschick spielte besonders bei den Kunst-Gruppen eine Rolle: Aus Holz stellten einige Schüler dreidimensionale, beleuchtete Collagen mit Motiven der Stadt St. Ingbert sowie der Schule zusammen. Eine weitere Klasse beschäftigte sich mit der Malerei der australischen Ureinwohner. Ebenfalls mit Holz arbeiteten die Teilnehmer des Kooperationspartners Schreinerei Bohm. Aus zwei verschiedenen Holzarten stellten sie Bänke und Hocker her, die die Schüler mit nach Hause nehmen konnten. Die Workshop-Gruppen bei den Firmen Festo und Hager konnten sich in handwerklichem und technischem Geschick üben. Dort wurden eigene Mühle-Spiele aus Werkstücken hergestellt, Motoren gebaut und Schaltungen entworfen. Ebenfalls technisch ging es in der Roboter-Gruppe zu. Innerhalb von zwei Tagen bauten und programmierten die Schüler ihre eigenen Roboter, die in der Lage sind einen Zauberwürfel zu lösen.

Einen Einblick in ganz andere Technik bekamen die Schüler beim Kooperationspartner MVZ Labor Saar. „Wir durften an einem Übungsarm selbst Blut abnehmen“, berichtet ein Schüler. Den Weg der Probe durch das Labor konnten sie danach mitverfolgen. Kulinarische Vielfalt wartete in den Schulküchen. „Afrika“ lautete das Thema, für das die Schüler landestypische Spezialitäten wie Bananenbrot und Teigtaschen zubereiteten. Die Leckereien wurden in der Schule für einen kleinen Betrag verkauft. Der Gewinn kommt den afrikanischen Patenstationen der Schule zugute. Besonders beliebt dazu waren die alkoholfreien Cocktails der Workshop-Gruppe Victors Hotel. In Saarbrücken hatten sie Einblick in die Arbeit der Service- und Empfangskräfte. Die Vielfalt der Kooperationspartner ist groß, alle Bereiche des Berufslebens waren abgedeckt. So lernten einige Schüler bei Globus den Einzelhandel kennen, andere bei der Debeka das Finanzwesen. Wer wissen wollte, wie ein Einstellungsverfahren und die Arbeit bei der Bundeswehr oder der Polizei verlaufen, konnte sich am Sporttest und den Eignungsfragen versuchen. Wie aufwändig es ist, ein Gebäude zu vermessen und Pläne anzulegen zeigte Kooperationspartner Werny und Partner.

Im sozialen Bereich bot das Kreiskrankenhaus die Chance, sich im Bereich Pflege umzusehen. Wie sich das Berufsleben von Erziehern und Kinderpflegern gestaltet konnten die Workshop-Teilnehmer bei den Einrichtungen der Awo und der Lebenshilfe erfahren. Wie im letzten Jahr engagierte sich eine Gruppe außerdem für die Homburger Tafel. Besondere Aufmerksamkeit kam dem Thema Natur und Umwelt zugute: Gleich mehrere Gruppen beschäftigten sich mit der Abfallvermeidung und den Folgen. Ein Höhepunkt war auch die „klingende Treppe“. Auszubildende der Firma Voit, darunter auch ehemalige Schüler der AMR, funktionierten die Stufen zu riesigen Klaviertasten um, die beim Betreten jeweils einen anderen Ton von sich gaben.

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