Projekt Förderpaten profitiert

St. Ingbert. Beim Gören- und Lausbubenfest in St. Ingbert war das Stadtbusbüro der Saar-Pfalz-Bus GmbH wieder mit einem Glücksrad vertreten. Für den Einsatz von einem Euro konnten neben kleinen Fanartikeln auch Fahrkarten gewonnen werden

St. Ingbert. Beim Gören- und Lausbubenfest in St. Ingbert war das Stadtbusbüro der Saar-Pfalz-Bus GmbH wieder mit einem Glücksrad vertreten. Für den Einsatz von einem Euro konnten neben kleinen Fanartikeln auch Fahrkarten gewonnen werden. Nicht nur irgendwelche, sondern 18 Tageskarten, 19 Wochenkarten und 32 Monatskarten im Gesamtwert von mehr als 1 700 Euro wurden an den Mann und die Frau gebracht. Bei 564 "Drehs" herrschte zeitweise Ausnahmezustand am Rad, wie Christina Eich vom Stadtmarketing St. Ingbert erzählte. Stellenweise war die Schlange der Kinder, die ihr Glück versuchten, so lang, dass es für Passanten kein Durchkommen mehr gab. Das fleißige Drehen hat sich nicht nur für diejenigen gelohnt, die etwas gewannen, sondern auch für den Empfänger des Erlöses. Traditionell wird das Geld einem guten Zweck zugeführt, wie Markus Philipp von der Saar-Pfalz-Bus am vergangenen Donnerstag bei der Spendenübergabe erläuterte. In diesem Jahr kann sich der Deutsche Kinderschutzbund, Ortsverband St. Ingbert, über diese finanzielle Spritze freuen. Carmen Noll, Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes in St. Ingbert, bedankte sich und stellte gleich ein Projekt in der Wiesentalschule vor, bei dem das Geld gut aufgehoben ist. "Da in den Schulklassen Einzelförderung aus Zeitgründen oft nicht möglich ist, entstand das Projekt der Förderpaten an Grundschulen", so Noll. Dabei geht es darum, für Kinder Möglichkeiten zu schaffen, die Sprach- und Lesekompetenz zu stärken, was etwa in der Nachmittagsbetreuung durch Vorlesestunden und Lernhilfen erfolgen soll. In der Wiesentalschule fiel die Idee auf fruchtbaren Boden, so dass es derzeit die Förderung in einer Kleingruppe, aber auch Einzelförderung, gibt. "Wünschenswert", so Noll, "wäre ein Ausbau des 'Förderpaten-Projekts' nicht nur hier an der Wiesentalschule, sondern an allen Grundschulen, wofür natürlich auch Lernmaterial angeschafft werden müsse". In einem zweiten Schritt sollen Schulungen für die Förderpaten angeboten werden, um eine gute Qualität der Betreuung zu gewährleisten, was wiederum mit Ausgaben verbunden ist. Deshalb ist die Spende des "Glücksrad-Drehs" bei den Kinderschützern sehr willkommen und auch Markus Philipp betont, dass gerade die Zusammenarbeit mit den St. Ingberter Grundschulen ein Schwerpunkt der Arbeit des Bus-Unternehmens ist, für das er als Mobilitätsberater eingesetzt ist. "Da freut man sich, wenn man, neben der Schülerbeförderung oder dem 'BusSchule-Sicherheitstraining', den Kooperationspartnern auch in solch einem Zusammenhang etwas Gutes tun kann". Sprach's und überreichte mit großer Freude den Scheck über die "erdrehte" Summe von 564 Euro an die Vertreterin des Kinderschutzbundes. Dafür lassen sich schon einige Bücher, Spiele oder auch Hörbücher anschaffen.

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