SPD bei der Polizei: Polizeistrukturen in St. Ingbert stärken

SPD bei der Polizei : Polizeistrukturen in St. Ingbert stärken

St. Ingberter SPD-Stadtratsfraktion tritt bei Informationsbesuch in der Polizeiinspektion in den Dialog mit Polizisten.

Die SPD-Stadtratsfraktion St. Ingbert hat der Polizeiinspektion St. Ingbert einen Informationsbesuch abgestattet. Zusammen mit dem Senioren-Sicherheitsbeauftragten der Stadt, Dieter Meissner, wurden die Fraktionsmitglieder Mathilde Thiel, Franz Josef Mast, Werner Röhrig, Albert Zitt und der Fraktionsvorsitzende Sven Meier durch den Leiter Thomas Schmidt sowie seinen Stellvertreter Torsten Towae begrüßt und in einem ausführlichen Dialog über die Arbeit der Dienststelle informiert.

„Die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sowie das Sicherheitsempfinden in St. Ingbert liegen uns am Herzen. Deshalb bedanken wir uns für die Möglichkeit, die Arbeit der Polizeiinspektion St. Ingbert näher kennenzulernen“, leitete Fraktionsvorsitzender Sven Meier das Gespräch ein. Behandelt wurden Fragen der Verkehrssicherheit und Unfalleinsätze ebenso wie einzelne Deliktbereiche, zum Beispiel Einbruch, Diebstahl und Körperverletzung sowie Maßnahmen zur Prävention und des Opferschutzes. Dies bot einen Einblick in die Strukturen der Polizeiarbeit, insbesondere auch in die Zusammenarbeit mit benachbarten Polizeiinspektionen und überregionalen operativen Einheiten.

Besondere Kriminalitätsschwerpunkte gibt es in St. Ingbert offensichtlich nicht, allerdings bestimmte Häufungen, wie beispielsweise Einbrüche in der dunklen Jahreszeit. Deren Zahl liege im Durchschnitt bei etwa 50 Vorfällen jährlich. Wichtig neben der Aufnahme dieser Straftaten und Einleitung der Strafverfolgung sei hier für die Betroffenen, dass auch Beratungsangebote vermittelt werden. Neben materiellen Schäden hinterließen Einbrüche auch psychische Belastungen und beeinträchtigen das Sicherheitsempfinden in der Stadt – über den Einzelfall hinaus.

Erster Polizeihauptkommissar Thomas Schmidt und Polizeihauptkommissar Torsten Towae ließen erkennen, dass sie sich in St. Ingbert wohlfühlen. Sie beurteilten die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und Hilfsorganisationen als gut. Wünschenswert wäre allerdings, dass die Personalsituation mehr direkten Kontakt mit der Bevölkerung erlauben würde. Die Beamten ermunterten die Bürgerinnen und Bürger, sich jederzeit und möglichst umgehend mit Besorgnissen oder verdächtigen Wahrnehmungen an die Polizeiinspektion zu wenden.

„Das Gespräch machte deutlich, wie wichtig es für St. Ingbert ist, dass wir hier mit einer A-Dienststelle versorgt sind, die jeden Tag rund um die Uhr besetzt ist“, stellten die SPD-Ratsmitglieder fest. „Die Fülle der Aufgaben, einschließlich der Zuständigkeit der Dienststelle für den Autobahnabschnitt zwischen Neunkircher Kreuz und Talbrücke Bischmisheim, mache deutlich, dass sich die Kommunalpolitik für einen Erhalt dieser Struktur in St. Ingbert einsetzen muss. „Die gute räumliche Ausstattung der Dienststelle könnte darüber hinaus erlauben, weitere polizeiliche Aufgaben aus Nachbargemeinden in St. Ingbert anzusiedeln“, meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Sven Meier.

Ganz persönlich abschließend nach ihrer Berufswahl gefragt, zeigten sich Thomas Schmidt und Torsten Towae überzeugt, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben: „Polizist ist kein Job, es ist ein Beruf im wörtlichen Sinn,“ waren sich die Beamten einig.

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