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Polizei und Saarforst rätseln weiter

Polizei und Saarforst rätseln weiter

Im Fall des Hundes, der zur Osterzeit im Wald bei Sengscheid in eine Falle trat und diesen Fehltritt nur knapp überlebte (wir berichteten), tappt auch die St. Ingberter Polizei weiter im Dunkeln.

Die Beamten ermitteln wegen Jagdwilderei und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen den zurzeit noch unbekannten Aufsteller der Falle. Mit einem unendlich großen Kreis an Verdächtigen haben es die St. Ingberter Polizeibeamten allerdings wohl nicht mehr zu tun. "Der Täter muss genau gewusst haben, was er tut", sagt der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion an der Kaiserstraße, Christian Schmitt.

Falle ist längst verboten

Die etwa fünf Kilogramm schwere Falle, die in Fachkreisen auch als Totschlagfalle bekannt ist, wurde bis zu ihrem Verbot im Jahr 2007 für den Wildschwein-Fang verwendet. "Das könnte auch diesmal der Fall gewesen sein", so Schmitt.

Immerhin wurde keine weitere Falle gefunden. Forstwirtschaftsmeister Uwe Walter teilte mit, dass solche Fallen auch für Marder, Kaninchen, Iltisse oder Füchse aufgestellt wurden. "Ich bin jetzt 33 Jahre dabei und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wer das noch so macht." Einig sind sich Weber und Polizei darin, dass nicht der Hund das Ziel der Aktion war. "Dazu lag die Falle viel zu weit weg vom Weg", sagt Weber. Ebenso wenig sei ein Zusammenhang zu den ausgelegten Giftködern in Hassel erkennbar, die im März für Angst unter Hundebesitzern sorgten, hieß es.