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Polizei und Feuerwehr: Die Folgen von Sturmtief Ignatz in St. Ingbert

Einsätze nach starkem Wind : Sturm „Ignatz“ in St. Ingbert und im Bliestal – Polizei und Feuerwehr ziehen Bilanz

Mit heftigem Rauschen zogen Windböen am Donnerstagmorgen über das Stadtgebiet. Feuerwehr und Polizei waren mehrfach im Einsatz. Bäume waren auf Straßen gestürzt und eine Katze miaute um Hilfe.

Auch im Stadtgebiet von St. Ingbert hat das Sturmtief „Ignatz“, das Donnerstag früh unsere Region erreicht hat, Spuren hinterlassen. Nach Angaben der Polizeiinspektion sowie der Freiwilligen Feuerwehr in der Mittelstadt wurden am Donnerstag ab 6 Uhr gut ein Dutzend größerer Einsätze verzeichnet. Meist blieben die heftigen Sturmböen ohne Folgen, dreimal wurden jedoch Autos in Folge des böigen Windes beschädigt. 

In der Poststraße in St. Ingbert-Mitte hatte sich gegen 6.30 Uhr ein großer Sonnenschirm vor einem Lokal selbstständig gemacht und war gegen ein parkendes Auto geweht worden. Kurz zuvor war laut Feuerwehr in der Slevogtstraße ein Baum auf ein geparktes Fahrzeug gestürzt. Auch aus der Jugendheimstraße in Rohrbach wurde gegen 8.30 Uhr ein umgestürzter Baum gemeldet, der einen Pkw unter sich begraben hatte. Baum und Fahrzeug standen jedoch auf einem Privatgelände, so dass der öffentliche Verkehr nicht beeinträchigt war. 

Sturmbegleitet war am Donnerstag auch die Müllabfuhr in St. Ingbert-Mitte und Oberwürzbach. Nach Angaben der Stadt mussten die Mitarbeiter des Bauhofs auf ihrer Tour die eine oder andere graue Tonne aufrichten, die der Wind umgestoßen hatte, sowie kleinere Bäume und Äste zur Seite räumen. Am Nachmittag setzt der Baubetriebshof in einer Sonderschicht auch noch die Kehrmaschine, um die am stärksten mit kleinen Ästen und Laub verschmutzen Straßen zu säubern.

In den Morgenstunden musste die Freiwillige Feuerwehr auf mehrere Land- und Durchgangsstraßen ausrücken, wo umgestürzte Bäume die Fahrbahn blockierten oder Baum umzustürzen drohten. Solche Einsätze gab es laut Polizei unter anderem in St. Ingbert-Mitte  in der Kohlenstraße vor der Kreuzung mit der Schlachthofstraße und dem Grubenweg sowie an der L250 zwischen St. ingbert und Dudweiler. Ein umgestürzter Baume musste auch auf der Ommersheimer Straße (Fuhrweg) in Oberwürzbach beseitigt werden. Glücklicherweise gab es aber an keiner Einsatzstelle Verletzte, wie die Polizei St. Ingbert berichtete.

Auch das Bliestal blieb von „Ignatz“ nicht verschont. Kam aber „mit einem blauen Auge davon“, wie Marco Nehlig sagte, Leiter der Stabsstelle Brand- und Zivilschutz in Blieskastel. Zu insgesamt zwölf Einsätzen musste die Feuerwehr wegen des Sturmtiefs ausrücken. Um kurz nach 6 Uhr war ein Baum in der Nähe der L 233 zwischen Blickweiler und Ballweiler umgestürzt. Abgeschlagene Äste lagen auf der Fahrbahn. Die Löschbezirke Blickweiler und Ballweiler rückten zur Beseitigung der Äste aus.

 Wegen starker Windböen stürzte auch in der St. Ingberter Kohlenstraße ein Baum auf die Fahrbahn.
Wegen starker Windböen stürzte auch in der St. Ingberter Kohlenstraße ein Baum auf die Fahrbahn. Foto: Peter Dörr/Feuerwehr St. Ingbert

Kurz darauf wurde die Feuerwehr wegen eines umgestürzten Baumes erneut zur L 233 alarmiert. „Während der Baum zersägt und beseitigt wurde, musste die Straße gesperrt werden“, sagte Peter Wachs, Gerätewart der Feuerwehr Blieskastel.

In Webenheim, die Wehr war wegen eines umgestürzten Baumes in die Turnhallenstraße ausgerückt, war letztlich kein Eingreifen der Feuerwehr nötig. Der Löschbezirk Blieskastel-Mitte rückte zu einem umgestürzten Baum auf der L 113 Lautzkirchen Richtung Kirkel aus. Auch dort musste die Straße während der Säge-Arbeiten gesperrt werden.

Auf der L 111 am Ortseingang Niederwürzbach musste die Feuerwehr ebenfalls einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn entfernen. Wenig später wurden die Löschbezirke Aßweiler und Niederwürzbach nochmals alarmiert. Der Ast eines Baumes drohte auf die Bahnstrecke in Niederwürzbach Richtung Hassel zu fallen. Laut Bundespolizei wurde die Bahnstrecke daraufhin gesperrt.

An der Würzbachhalle rettete die Feuerwehr eine Katze. „Anwohner haben uns informiert, dass es aus einem Container miaut“, sagte Nehlig. Die Katze hatte sich vor dem Sturm in einen dort abgestellten Papiercontainer geflüchtet und konnte sich nicht mehr aus dem befreien. Nach der Rettung war das Tier wohlauf.