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Hoffest: Polizei beendete Hoffest-Konzert um 23 Uhr

Hoffest : Polizei beendete Hoffest-Konzert um 23 Uhr

Das Hoffest des Musikvereins Rohrbach litt unter dem wechselhaften Wetter. Programmteile mussten abgesagt werden.

Das wechselhafte Wetter ist dieses Jahr das Problem so mancher Freiluftveranstaltung. Auch der Musikverein Rohrbach litt am Wochenende unter dem Regen, als er sein traditionelles Hoffest bereits zum sechsten Mal am Jugendheim St. Johannes in der gleichnamigen Straße veranstaltete. „Wir mussten wettertechnisch umplanen. Pünktlich zur Mittagszeit kam der Regen“, blickte Stefan Abel am Sonntagabend gegenüber unserer Zeitung zurück. Der Vorsitzende des Vereins zog eine erste Bilanz. Am Morgen hatte der Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn nach der Pfingstmesse zum Frühschoppen gespielt und wurde später von der Pfarrkapelle Kirrberg abgelöst. Renner waren auch dieses Mal wieder die selbstgemachten Hoorische, die zügig ausverkauft waren. Den „Original Werzbachkrainern“ musste man sonntags wegen des Regenwetters absagen. Es war am Nachmittag eben nicht nur zu nass und zu kalt, sondern es waren auch kaum Leute da. Statt Bühnenprogramm mit Musik hieß es stattdessen gemütliches Beisammensein mit Wenigen. Ein Teil der Werzbachkrainer kam dennoch. Zwar nicht zum Musizieren, sondern zum Feiern aus Solidarität. „Dafür war der Eröffnungsabend gut“, blickte Abel weiter zurück.

Am Samstagabend spielten die Gastgeber selbst, als Stadtwerke-Chef Hubert Wagner den Faßanstich vornahm. Danach sorgte die Rock-Pop-Cover-Band „FSK 21“ für gute Stimmung im Hof neben dem Jugendheim. Wenn Stefan Abel an diesem Abend zurückdenkt, hat er gemischte Gefühle. Denn einerseits war die Eröffnung des Festes, welches auf die Geburtstagsfeier zum 40-jährigen Bestehen des Musikvereins Rohrbach vor Jahren beruht, gelungen. Andererseits hatte man um 23 Uhr ungebetenen Besuch von den Ordnungshütern. Die Polizei untersagte trotz einer Genehmigung bis um ein Uhr nachts den weiteren Auftritt der Band. Anwohner fühlten sich in ihrer Ruhe gestört und hätten sich beschwert.

Abel und Schriftführer Manfred Greff sowie Sascha Hell, der erste Vorsitzende des Fördervereins, sind sauer. Zwar gäbe es einen Passus im Kleingedruckten der mehrseitigen Genehmigung, der zum Tragen kommt, sobald sich irgendjemand gestört fühlt. Doch die Organisatoren finden das kleinlich. „Wir haben alle unmittelbaren Anwohner eingeladen“, sagte Abel zur SZ. Er glaubt, gespürt zu haben, dass es auch der Polizei peinlich gewesen sei, vorbeizukommen und zur Beendigung des Bandauftrittes aufzufordern. Das sei schade gewesen, denn das Zelt war brechend voll. „Irgendwann gibt es gar keine Feste mehr, wenn alles immer durch Auflagen kaputt gemacht wird“, pflichtet ihm Manfred Greff bei. „Wir können das nur durch gut 100 Helfer und Mitarbeiter aus anderen Vereinen auf die Beine stellen“, gibt Hell zu bedenken.

Drei Tage lang dauert meist insgesamt der Auf- und Abbau. Der Verein hat noch dazu dieses Mal extra eigens kräftig investiert und ein neues Zelt gekauft, das er auf dem Pflaster neben dem Jugendheim aufgebaut hat.