Ortsrat: Pluspunkte für Ausstattung und Lage

Ortsrat : Pluspunkte für Ausstattung und Lage

Der Ortsrat informierte sich über die aktuelle Situation der Eisenbergschule in Hassel. Diese sei gut, Platzprobleme gebe es keine. Was die Digitalisierung in den Räumlichkeiten angehe, gebe es allerdings noch Luft nach oben.

Regelmäßig informiert sich der Hasseler Ortsrat in der Schule Am Eisenberg über deren Zustand, die Entwicklung, Planungen und künftige Bedarfe, um gegebenenfalls unterstützend tätig zu werden. Bei der jüngsten Begehung mit Schulleiterin Nadine Müller nannte diese eine Schülerzahl von 110, die in fünf Klassen untergebracht seien. Knapp 40 besuchen die Freiwillige Ganztagsschule. Als Depandance zur Pestalozzischule habe diese Einrichtung keine Verwaltung und kein Sekretariat, sehr wohl aber ein kleines Bürö für die Präsenzzeiten der Schulleitung in Hassel. Stünden Maßnahmen im Hauptstandort in Rohrbach an, versuche man wegen der Gleichberechtigung in Hassel identisch zu agieren. Trotz des Alters des Gebäudes von 50 Jahren sei man zufrieden mit der Ausstattung, allerdings mit Einschränkungen, was die Digitalisierung angehe. Die Wlan-Verbindung lasse zu wünschen übrig, und auch der Computerraum sei mit elf Geräten zu klein, wenn man bedenke, dass die Klassen Stärken bis zu 25 Schülern hätten. Die Ortsratsmitglieder sahen das Lehrerzimmer, den kleinen Gesundheitsraum, der demnächst noch mit einer entsprechenden Liege ausgestattet werde und die Klassenräume. „Wir haben hier alles, was wir brauchen“, sagte die Schulleiterin, „aber über eine energetische Sanierung könnten wir reden.“ Die WC-Anlage sei nicht die schönste, aber in Ordnung. Für die Zukunft könne man aber auch hier eine Verbesserung „auf dem Schirm haben“. Auch durch Initiative des Ortsrates habe man nun am Ende des Ganges zu den Toiletten eine Tür, die zum Freigelände abschließe. Ein Plus für die Sicherheit, da nun kein Fremder mehr hereinkomme. Außerdem wurde an dem Gang im Freien der Gitterzaun dort entfernt, wo früher der Schulgarten war, um den sich allerdings nicht mehr gekümmert wurde. Aus Ortsratsmitteln habe man dort für eine Fallschutz gesorgt und die Fläche könne nun im Sommer als Klassensaal im Freien genutzt werden.

Stolz ist man an der Schule über den Schachzug, der Akademie für Hochbegabung nach deren Weggang aus Rentrisch übergangsweise eine Heimat bieten zu können. „Ein Aushängeschild für den Ort“, meint Müller. Täglich seien dort 30 Kinder in zwei Räumen zu den normalen Unterrichtszeiten anwesend. „Wir sind ein bisschen zusammengerückt, sonst hätten die Schüler bis Lebach gemusst“, sagte sie, „so haben wir auch dafür gesorgt, dass die Förderung für die Akademie im Kreis bleibt. Im Täglichen klappt das auch hervorragend.“ Diese Zwischenlösung könne bis zu zwei Jahre dauern. Dann kämen auch wieder geburtenstärkere Jahrgänge ins schulpflichtige Alter und die Räume würden für die eigenen Schüler gebraucht.

Überhaupt gebe es in dem Schulgebäude Kombilösungen, um eine optimale Raumauslastung zu erreichen. Mit der Musik- und Volkshochschule habe man eine Lösung gefunden, da sie die Räume, in denen nun die Hochbegabten sind, nicht mehr uneingeschränkt nutzen konnte. Der Raum für die Nachmittagsbetreuung werde morgens auch für Religions- oder Förderunterricht genutzt, abends für Kurse. Ein anderer multifunktioneller Raum sei der mit der Küchenausstattung, in dem ebenfalls VHS-Kurse stattfinden und die Musikschüler üben. „Natürlich könnte man an allen Ecken moderner denken, es ist aber die Frage, was man unbedingt braucht“, sagte Nadine Müller. Sorge bereite ihr der Vandalismus, denn abends wäre dort ein Treffpunkt für Jugendliche. „Hier sollte außerdem kein Hundegassiplatz sein“, fand Christa Strobel. Auch der Bring- und Abholverkehr der Eltern war Gesprächsthema, der immer wieder für Chaos auf der Straße und dem Parkplatz sorge. Mit Eltern und Ortsrat war man sich einig, dass die auf der Straße ausgewiesene Elternhaltestelle nichts bringe und deshalb weg könne.

Punkten könne die Schule mit ihrer schattigen Lage, die Unterricht im Sommer bei angenehmen Temperaturen möglich mache, der Ausstattung und einem vielfach bespielbaren Außenbereich am Waldrand. Dringender Handlungsbedarf habe man eben bei der Computerausstattung und dem Internetanschluss, alles andere seien „Luxusprobleme“. Das hörte der Ortsrat gern. Für den Haushalt 2021/22 werde er versuchen, Mittel für eine bessere Ausstattung mit Schränken bereitzustellen.

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