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Pfarrer Marcin Brylka verlässt die Pfarrgemeinde in Rohrbach

Abschied nach 20 Jahren : Pfarrer Brylka verlässt die Pfarrgemeinde Heiliger Martin

Nach 20 Jahren verlässt Pfarrer Marcin Brylka die Pfarrei Heiliger Martin in Rohrbach.

Bereits seit 20 Jahren ist Pfarrer Marcin Brylka als Seelsorger in Rohrbach tätig. Zunächst seit 1999 als Kaplan, seit 2000 als Administrator, danach seit 2001 als Pfarrer. War er zunächst zuständig für Rohrbach, St. Johannes und St. Konrad, so zählten nach der neuen Pfarreienstruktur auch die Pfarreien Hassel (2011) und Oberwürzbach (2019) zu seinem Zuständigkeitsgebiet.

Als Pfarrer Brylka 1999 nach Rohrbach kam, hatte er kaum seinen Koffer ausgepackt, da wusste er in kurzer Zeit schon fast alle Rohrbacher mit ihrem Namen anzureden, was ihm zahlreiche Sympathien einbrachte. In dieser Phase durfte er auf die Unterstützung des mittlerweile verstorbenen Pfarrers Georg Dahl und auf Diakon Werner Lampel zählen. Inzwischen haben sich in seiner Pfarrei die geistlichen Helfer reduziert, gleichzeitig aber stiegen rasant Verwaltungs- und Personalfragen. Pfarrer Brylka schaffte es dennoch, mitunter drei Beerdigungen an einem einzigen Tag zu begleiten.

Nun, nach 20 Jahren, kann Pfarrer Brylka auf mehrere „Großprojekte“ zurückblicken, die unter seiner Leitung in Rohrbach, Hassel und Oberwürzbach geplant und auch durchgeführt wurden. Dazu zählen in erster Linie die Renovierung und Restaurierung der Pfarrkirche St. Johannes und der Neubau des Kindergartens St. Johannes in Rohrbach, die Innenrenovierung der Kirche Herz-Jesu in Oberwürzbach, die Renovierung des Pfarrhauses in Hassel (Herz Jesu) sowie der Neubau der Kindertagesstätte in Hassel.

Auch zahlreiche Wallfahrten begleitete er. Unter anderem Fahrten nach Polen, nach La Salette in Frankreich und nach Rom, wo er den damaligen Kardinal Ratzinger getroffen hat, der später zum Papst gewählt wurde. Nicht zu vergessen ist die Begleitung von Pfarrer Carsten Leinhäuser auf dem Weg zum Priestertum. In guter Erinnerung sind auch insgesamt drei gegenseitige Besuche als Austausch der deutsch-polnischen Jugend geblieben.

Klare Strukturen, einfühlsame tröstende Worte wo es ihm nötig schien, friedvolle Andachten: das war und ist seine Art. Leider zu selten konnte man sich auch von seiner Kunst, lustige Witze zu erzählen, überzeugen. Gern auch mal mit Sonnenhut und dunkler Brille. Und er verstand es in seiner Sonntagspredigt meisterhaft, lange und unverständliche Evangelien- und Lesungstexte in einigen klaren Sätzen für die heutige Zeit zu übersetzen. Wie seine Predigten allgemein: gläubig, verständlich und nutzbar für den täglichen Gebrauch.

Doch leider häuften sich seit einiger Zeit bei Pfarrer Brylka gesundheitliche Probleme. Und dies derart, dass er sich bedauerlicherweise am Ende dieses Monats von seiner Pfarrei Heiliger Martin trennen wird. Er von seiner Pfarrei, seine Pfarrei von ihm. Sein Weg führt ihn nach Trulben in die Südwestpfalz.

Der Abschied aber wird nicht einfach sang- und klanglos vonstatten ehen. Am kommenden Sonntag, 22. September, in Anlehnung an das Kirchweihfest, findet um 10 Uhr in St. Johannes in Rohrbach eine Festmesse statt. Im Anschluss daran besteht für alle die Gelegenheit, sich im Jugendheim St. Johannes in Rohrbach bei einem Umtrunk persönlich von Pfarrer Marcin Brylka zu verabschieden.