Peter Gross Bau präsentiert in St. Ingbert Kunst von Heiko Zahlmann

Peter Gross Bau St. Ingbert : Vom Sprayer zum Plastiker

Peter Gross Bau präsentiert ein neues Kunstwerk von Heiko Zahlmann.

Das Bauunternehmen Peter Gross Bau zeigt in der Firmenzentrale in St. Ingbert Werke des Hamburger Künstlers Heiko Zahlmann, der passenderweise auch durch das Thema „Kunst am Bau“ bekannt ist. Die feierliche Einweihung im Kreis der Geschäftsleitung, der vermittelnden Saarbrücker Galerie Zimmerling & Jungfleisch sowie dem Künstler selbst findet am heutigen Donnerstag, 24. Oktober, um 11 Uhr statt.

Im Laufe dieses Jahres installiert Heiko Zahlmann die Wandgestaltung „Words Become Shapes“ im Eingangsbereich des Peter Gross Bau Neubaus in St. Ingbert. Das Kunstwerk besteht aus insgesamt sieben Betonelementen mit einer sichtbarer Struktur der im Hochbau üblichen Holzschalung und ist teilweise in einem Orangeton bemalt, passend zur Patina des neuen Kunstwerkes im Außenbereich.

Auch die Außenskulptur „Straight Up“ auf dem Vorplatz der Hauptverwaltung ist ein Modell von Heiko Zahlmann. Das Objekt besteht aus sieben zusammengeschweißten Corten-Stahl-Teilen, die mit scharfen Kanten im Querschnitt angelegt sind. Das Material wird bewusst dem Verwitterungsprozess ausgesetzt und erscheint in einer orangefarbenen Patina. Beide Kunstprojekte enstehen durch die gute Zusammenarbeit zwischen Heiko Zahlmann, Mitarbeitern der Peter Gross Bau und anderen saarländischen Unternehmen.

Philipp P. Gross, Geschäftsführer von Peter Gross Bau, findet: „Zahlmann arbeitet viel mit Beton. Das ist ein Material, welches wir selbst herstellen und täglich am Bau verarbeiten. Damit besteht eine wirklich bedeutungsvolle Verknüpfung zwischen Zahlmanns Kunst und unserem Unternehmen.“ Beton eröffnet unzählige gestalterische Möglichkeiten und schafft es Aspekte von außerräumlichen Begebenheiten authentisch und kreativ in den innerräumlichen Kontext zu setzen. Genauso wie Beton, so hat auch Corten-Stahl einen starken Bezug zum Baugewerbe. Durch seine Patina spielt Corten eine immer größere Rolle in der gestaltenden Architektur und beweist hierdurch ästhetische Dimensionen.

Ursprünglich machte sich Heiko Zahlmann im städtischen Raum als Graffiti-Künstler mit Arbeiten an einigen der größten Wandbilder einen Namen. Sich häufig in Zusammenarbeiten befindend, besteht dabei für ihn selbst eine Konzentration auf das Malerische von dreidimensionaler Typografie. Projekte mit diversen Architektenbüros sowie die Neugier und das Wissen über Techniken plastischer Arbeit wachsen mit der Zeit. Der Ursprung im Graffiti ist natürlich weiterhin immer erkennbar. Der Kunstschaffende zeigt den Wandel vom Sprayer zum Plastiker.

Die Inspiration des Schaffens sind vor allem Schriftzeichen, die seit über 30 Jahren wiederkehrend als Basis einer neuen Formsprache dienen. Diese Buchstabenfragmente setzt er heute zu neuen, futuristisch anmutenden Formen zusammen. In den letzten 20 Jahren hat Zahlmann seine klassischen Graffiti- und Wandbilder zu Reliefarbeiten und schließlich zu freistehenden Objekten weiterentwickelt.

„Straight Up“ ist seine bisher größte Skulptur. Sie übermittelt keine lesbare Information, sondern steht mit ihrer emanzipierten Bildsprache für sich.

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