Parkplätze sind an der Klinik rar

Die Rettungswache auf dem Gelände des Kreiskrankenhauses soll an einen neuen Standort verlegt werden, dann wäre an seiner Stelle Platz für ein Parkhaus. Auch die Erreichbarkeit der Klinik soll sich verbessern, so ihr Geschäftsführer: durch einen Kreisverkehr an der Elversberger Straße und eine direkte Ingobus-Anbindung.

Wer am St. Ingberter Kreiskrankenhaus einen Parkplatz sucht, kann, je nachdem zu welcher Zeit er kommt, unter Umständen ein Problem haben. Dessen ist sich auch die Geschäftsleitung bewusst und reagiert. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet Geschäftsführer Thorsten Eich, dass man an dem Thema dran sei. Denn: Es gebe 24 000 Patientenkontakte pro Jahr. 90 Prozent der Patienten und deren Angehörige kämen laut Eich mit dem Auto - dazu kommen die Mitarbeiter. Der Geschäftsführer informiert, dass es ein Konzept eines Architekten gebe, das in der Elversberger Straße einen Kreisel vorsieht. "Es gibt einen zehn Jahre alten städtebaulichen Vertrag, der vorsieht, dass es einen Kreisel geben wird, wenn der Gesundheitspark erschlossen ist ", informiert Eich. Kreis und Stadt müssen dieses Projekt gemeinsam realisieren. Laut Eich sei die Finanzfrage mit dem Kreis geklärt. Das Konzept habe man der Stadt vorgestellt - auf Initiative der Familien-Partei. "Es ist wichtig, dass hier am Standort in dieser Sache jetzt was passiert. Die Wegführung muss neu organisiert werden", fährt Eich fort.

Außerdem halte er eine Stadtbusanbindung für unerlässlich. Das Krankenhaus sei derzeit nicht angebunden. Eich: "Da muss sich was tun." Das käme Patienten wie Mitarbeitern zugute. Auch am Wochenende sei es dringend nötig, dass der Stadtbus fahre, da dann der meiste Besuch zu den Patienten käme. Eich weiter: "Gerade ältere Leute haben oft keinen Führerschein." Derzeit sei die nächste Ingo-Haltestelle in der Dr.-Erhardt-Straße. Eich: "Das ist eine Entfernung von etwa 400 Metern. Patienten oder Besucher müssen 20 bis 30 Höhenmeter zurücklegen. Das ist für Ältere teilweise aussichtslos."

Auch führte Eich aus, dass die weitere Planung vorsehe, dass die Rettungswache verlegt werde, wenn an deren jetzigem Standort ein Parkhaus entstehe. Eich: "Die Rettungswache soll an die Umgehungsstraße In der Lauerswiese verlegt werden. Dabei handelt es sich um einen genehmigungspflichtigen Neubau." Auch das habe man dem Stadtrat dargelegt, der eine "Genehmigungsfähigkeit" in Aussicht gestellt habe. Eich weiter: "Baubeginn für die Rettungswache könnte schon 2017 sein."

Der Geschäftsführer erklärt, dass man alle Partner innerhalb des Gesundheitsparks angeschrieben habe, um den Bedarf eines solchen Parkhauses zu ermitteln. "Die Resonanz war gut", sagt Eich. Derzeit sei man dabei, die Größe zu dimensionieren. Das Ergebnis wolle man im Januar wiederum den Gremien der Klinik vorstellen.

Sei der Standort der Rettungswache in der Lauerswiese, überlege man eine Erschließung des Gesundheitsparks Nord. "Wir könnten uns vorstellen, dort Praxen und Kliniken anzusiedeln", so Eich weiter. Die Fläche sei im Besitz des Kreiskrankenhauses. Interesse gebe es beispielsweise schon seitens einer psychosomatischen Tagesklinik. Die Lebenshilfe habe außerdem Interesse an weiteren Räumlichkeiten. "Wir haben ein Planungsverfahren gestartet", erklärt der Geschäftsführer , der betont, dass es darum ginge, den Standort des Kreiskrankenhauses mit solchen Maßnahmen nachhaltig zu sichern. Eich: "Der Kurs kann nur Wachstum sein. Gesund schrumpfen ist keine Option." Auch das Thema Kinderbetreuung wolle man in diesem Zusammenhang angehen. Hier habe man Mitarbeiter bereits nach deren Bedarf gefragt. Eich abschließend: "Vielleicht bekommen wir ja eine 24-Stunden-Betreuung hin."