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Ortsrat Oberwürzbach lobt und kritisiert die Stadtverwaltung

Debate über Themen im Stadtteil : Vom Ortsrat Oberwürzbach kam Lob, aber auch Kritik

Während die aktuelle Erweitertung der Kita auf Wohlwollen stößt, gibt es Kritz bei Schätzkosten fürs Dorfgemeinschafthaus.

Lob für, aber auch Kritik an der Stadtverwaltung gab es in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Oberwürzbach. Einstimmig lobte der Ortsrat die zügige Abwicklung der Erweiterung der Kita. „Das Miteinander der verschiedenen Abteilungen und der zuständigen Beigeordneten Nadine Backes klappt prima“, sagt Ortsvorsteherin Lydia Schaar (CDU). Noch vor dem Beginn der Sommerferien war die Baustelle eingerichtet und die dreiwöchigen Kindergartenferien für die Erd- und Betonarbeiten voll ausgenutzt worden, so dass schon Mitte September Richtfest gefeiert werden konnte (wir berichteten).

Nach derzeitigem Planungsstand und Fortschritt der Baumaßnahme könne laut Lydia Schaar mit der Inbetriebnahme im Februar oder März 2021 gerechnet werden. Zu diesem Zeitpunkt werde auch das erforderliche Personal da sein. Kritik dagegen gab es vom Ortsrat für die seiner Meinung nach zu hoch geschätzten Kosten für den Ausbau des Untergeschosses im neuen Dorfgemeinschaftshaus. Bekanntlich will der Ortsrat, dass dieses ausgebaut wird und von den Vereinen genutzt werden kann. Dem ursprünglichen Plan, dass dies die Vereine in Eigenleistung tun könnten, hatte die Verwaltung eine Absage erteilt. Die Kosten für den Ausbau bezifferte sie jetzt auf rund 160 000 Euro.

„Wir wollen nur einen zweckmäßigen Ausbau“, machte SPD-Fraktionssprecher Thomas Meyer deutlich und kritisierte: „Dafür sind die von der Verwaltung ermittelten Kosten viel zu hoch. Wir wollen ja keinen zweiten Feierraum.“ Außerdem wies Meyer darauf hin, dass es bereits Förderzusagen von insgesamt rund 90 Prozent der Kosten gebe. Es sei schon Zeit vergeudet worden, es dürfe nicht noch mehr werden. Meyer: „Bei dieser Förderung müssen wir jede Chance ergreifen.“ Der Eigenanteil von zehn Prozent werde sich sicherlich im Haushalt finden lassen, zeigte sich Dunja Sauer (SPD) überzeugt. „Wir würden uns auf jeden Fall freuen, wenn der Ausbau günstiger wird“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Schmitt.

Ortsvorsteherin Lydia Schaar wies noch darauf hin, dass die Kosten, egal wie hoch sie auch seien, von der Stadt vorfinanziert werden müssten. Auf Wunsch des Ortsrates, soll die Maßnahme nun im neuen Haushalt berücksichtigt werden.

Einstimmig befürwortete der Ortsrat außerdem den Antrag der SPD-Fraktion, den Kinderspielplatz in der Dorfmitte am Bach zu einem Inklusionsspielplatz weiterzuentwickeln. Man könne hier die Möglichkeit der Begegnung für alle Kinder und jungen Erwachsene schaffen, so Dunja Sauer. Dazu müsse zunächst analysiert werden, inwieweit ein barrierefreier Zugang auf den Spielplatz und zu den Spielgeräten möglich sei. Im nächsten Schritt müssten die Möglichkeiten beleuchtet werden, um ein solches Angebot an „Spielgeräten“ zum gemeinsamen Erlebnis-Spielplatz weiter zu entwickeln. Ein weiterer Schritt zur Realisierung sei die Suche nach entsprechenden Fördermöglichkeiten. Vor dem Ortsrat hatte bereits die Fachabteilung die Idee des Kinderspielplatzes zu einem Inklusionsspielplatz befürwortet.