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Ortsrat Oberwürzbach: Anbau der Kita beginnt in den Ferien

Ortsrat Oberwürzbach : Der Kita-Anbau startet in den Ferien

Der Ortsrat von Oberwürzbach befasste sich auch mit den ungeklärten Fragen beim Feuerwehrgerätehaus.

Eine gute Nachricht für Oberwürzbach hatte Mike White, der Leiter der Stabsstelle Familie, Soziales und Integration, am Dienstagabend in der ersten Sitzung des Ortsrates nach der Corona-bedingten Sitzungspause. „Im Juli gehen die Arbeiten für den Anbau an der Kita los“, erklärte White und betonte: „Bereits in den Ferien wird die Baustelle eingerichtet.“ Die ersten Aufträge, unter anderem für Erd-, Maurer- und Betonarbeiten, sowie Estrich-/Belags- und Elektroarbeiten seien bereits vergeben. Die Abstimmungsgespräche mit den beauftragten Firmen erfolgten zeitnah. Die Ausschreibung der Fensterbauarbeiten sei derzeit auf dem Markt.

Weitere Ausschreibungen (Außendämmung, Innentüren, Maler- und Trockenbauarbeiten) seien durch die Fachplaner in Bearbeitung und sollten zeitnah veröffentlicht werden. White geht nach dem derzeitigen Planungsstand von einer Bauzeit von einem Jahr aus. Weiter teilte White mit, dass die Planungen der Platzvergabe abgeschlossen seien und im kommenden Kindergartenjahr allen Eltern aus Oberwürzbach ein Krippen- oder Kindergartenplatz in der Kita des Ortes zur Verfügung gestellt werden könne. „Was lange währt wird endlich gut“, kommentierte Ortsvorsteherin Lydia Schaar diese guten Nachrichten und ergänzte: „Endlich ist die Verwaltung in die Gänge gekommen. Wir haben zwei Jahre verloren.“

Zur Erinnerung: Bereits 2018 wurde eine Erweiterung der Kita Oberwürzbach geplant. Am 11. Dezember 2018 titelte die SZ: „Schnelle Lösung muss her: In Oberwürzbach fehlen Kita-Plätze.“ Es war die Rede davon, dass der Anbau, laufe alles ideal, bereits im August 2019 fertig sein könne. Doch lange passierte nichts.

Ende Februar dieses Jahres stimmte schließlich der St. Ingberter Stadtrat für die Finanzierung der Baumaßnahme der außerplanmäßigen Bereitstellung der Mittel in Höhe von 576 000 Euro und deren Vorfinanzierung aus vorhandener Liquidität sowie der Veranschlagung der Gesamtmaßnahme im Nachtragshaushalt 2020 zu. Wenige Tage später ging dann bei der Stadt der in Aussicht gestellte Zuwendungsbescheid des Bildungsministeriums für die Erweiterung der städtischen Kita Oberwürzbach ein.

In der städtischen Kita Oberwürzbach, die nach einem Brand 2010 dreigruppig wiederaufgebaut wurde, gibt es aktuell zwei Kindergartengruppen mit bis zu 25 und eine Krippengruppe mit elf Kindern. Der Anbau bietet Platz für eine weitere Regelgruppe.

Keine so guten Nachrichten gab es von der Verwaltung zum Sachstand Um- bzw. Neubau des Feuerwehrgerätehauses im Steckental. Die Ortsvorsteherin wie auch die Fraktionen von CDU und SPD hatten von der Verwaltung eine Stellungnahme gefordert. Darin heißt es, dass zwei Architekturbüros eine Sanierung im ersten Schritt als kostenintensiv ansehen würden. Ein Neubau für geschätzte Kosten von 1,536 Millionen Euro sei baulich und finanziell zu prüfen. Die Verwaltung sicherte zu, das weitere Verfahren mit der Feuerwehr zu besprechen.

Weder die CDU noch die SPD zeigten sich mit dieser Antwort zufrieden. CDU-Fraktionssprecher Patrick Schmitt monierte, dass eine wichtige Info fehle und zwar der Unterschied zwischen Sanierung und Neubau. Hier brachte die Ortsvorsteherin Licht ins Dunkel. Nach ihren Angaben sind das rund 200 000 Euro. SPD-Fraktionssprecher Thomas Meyer machte deutlich, dass die Oberwürzbacher Wehr eine Perspektive brauche. Mit der jetzigen „Bude“ könnten keine neuen Wehrleute gewonnen werden, so CDU-Kollege Schmitt. Dunja Sauer (SPD) forderte die Verwaltung auf, nach allen möglichen Fördervarianten zu suchen. Zudem appellierte der Ortsrat an die Verwaltung, die Kommunikation mit der Wehr zu verbessern.

Für das Feuerwehrgerätehaus in Oberwürzbach wird weiter eine Zukunftsperspektive gesucht. Foto: Elmar Müller

Übrigens: Die Ortsratssitzung fand im großen Saal des neuen Dorfgemeinschaftshaus statt. Dort konnten die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden.