Ortsrat Mitte sagt "Nein" zu Zoo-Markt und Möbelhaus

Ortsrat Mitte sagt "Nein" zu Zoo-Markt und Möbelhaus

St. Ingbert. Deutlicher geht es nicht: Der Ortsrat St. Ingbert-Mitte erteilte in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend den möglichen Ansiedlungen eines Möbelmarktes und eines Zoo-Fachhandels auf dem Glashütten-Gelände an der Oststraße eine einstimmige Absage. Zur Entscheidung trug maßgeblich Küchenhändler Andreas Herzer bei

St. Ingbert. Deutlicher geht es nicht: Der Ortsrat St. Ingbert-Mitte erteilte in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend den möglichen Ansiedlungen eines Möbelmarktes und eines Zoo-Fachhandels auf dem Glashütten-Gelände an der Oststraße eine einstimmige Absage. Zur Entscheidung trug maßgeblich Küchenhändler Andreas Herzer bei. Er warnte die Ortsratsmitglieder eindringlich und überzeugend vor einem "Ja" zu den für eine Ansiedlung notwendigen Änderungen des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans.Zu sehr würden sich laut Herzer die Sortimente eines Möbelmarktes mit denen im benachbarten Obi-Baumarkt und denen der Einzelhändler in der Stadtmitte überschneiden. "Eine Ansiedlung ist ein Sargnagel für die Innenstadt. Sie wird den Kaufkraft-Abfluss nicht verkraften", sagte Herzer. Auch Obis Schicksal sei dann praktisch besiegelt. "Dort wird sich seit Monaten die Standortfrage gestellt." Außerdem sei der Verein Handel und Gewerbe bislang zu keinem Zeitpunkt mit in die Diskussion mit einbezogen worden.

Über alle Parteigrenzen hinweg herrschte Einigkeit unter den Ortsrats-Mitgliedern, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln den Wunsch eines Möbelhändlers, sich in St. Ingbert anzusiedeln, zu verhindern. Und so stimmten sie dann auch ab. Das "Nein" dürfte in den benachbarten Städten und Gemeinden für Erleichterung gesorgt haben - zumindest vorerst. Sie sorgten sich ebenfalls um das Überleben ihrer Kaufleute. Das letzte Wort hatte gestern Abend der Stadtrat. Auch dort wollte Andreas Herzer seine Argumente vortragen.

< Bericht folgt obe