Ortsrat Hassel nimmt weiteren Anlauf Richtung Lärmschutz

Hassel. Eine Lärmschutzwand könnte für Abhilfe sorgen, doch die wurde den Hasselern bisher verwehrt. Grund: Die im Jahr 2002 in Dezibel (dB) gemessenen Lärmwerte liegen unterhalb der zumutbaren Grenzwerte. 65,2 dB sind vor elf Jahren tagsüber ermittelt worden, der Nachtwert betrug 59,6 dB - so laut sind etwa Nähmaschinen. Die Grenzwerte lagen damals bei 70 dB (tagsüber) und 60 dB bei Nacht

Hassel. Eine Lärmschutzwand könnte für Abhilfe sorgen, doch die wurde den Hasselern bisher verwehrt. Grund: Die im Jahr 2002 in Dezibel (dB) gemessenen Lärmwerte liegen unterhalb der zumutbaren Grenzwerte. 65,2 dB sind vor elf Jahren tagsüber ermittelt worden, der Nachtwert betrug 59,6 dB - so laut sind etwa Nähmaschinen. Die Grenzwerte lagen damals bei 70 dB (tagsüber) und 60 dB bei Nacht. Doch: Das war einmal. Michael Rinck sagte während der jüngsten Ortsratssitzung, dass die Grenzwerte vor drei Jahren heruntergesetzt wurden. "Wir hätten jetzt also einen gesetzlichen Anspruch auf Lärmschut", so der CDU-Abgeordnete. Ortsvorsteher Markus Derschang nannte dann auch die neuen Zahlen: 59 dB sind demnach der Tagesgrenzwert, für die Nacht beträgt er nun 49 dB. Einstimmig beschloss der Ortsrat deshalb, die Stadtverwaltung darum zu bitten, ihm einen Experten zur Seite zu stellen, der den durch die A6 verursachten Lärm neu misst. Vorher soll aber noch geklärt werden, was ein neues Gutachten kostet. Schließlich gehe das 2002 erstellte Gutachten davon aus, dass weniger Fahrzeuge über die Autobahn fahren, als es nach Ansicht der Ortsratsmitglieder in Wirklichkeit der Fall ist.Ohnehin können die Ortsratsmitglieder über das Verhältnis zwischen ermittelten Werten und Grenzwerten nur müde lächeln, beträgt doch die Differenz bei Nacht nur 0,4 dB. Das rief Albert Zitt (SPD) auf den Plan: "Irgendeinen Gutachter, der nicht parteipolitisch gebunden ist oder für den Staat arbeitet, muss es doch geben." Michael Rinck zählt auch auf die Unterstützung der Stadtspitze. "So vehement, wie Hans Wagner den Lärmschutz für Rohrbach fordert, muss er das auch für Hassel tun." obe