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Ortsrat befasste sich mit Johannesschule

Ortsrat befasste sich mit Johannesschule

Nach Wunsch des Rohrbacher Ortsrates soll das Hallenbad an der Johannesschule zu einer Mehrzweckhalle umgebaut werden. Außerdem ging es in der Sitzung um die Schülerzahlen der Schule.

. Der Rohrbacher Ortsrat sieht Handlungsbedarf bei Hallenbad und Turnhalle an der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach. Deswegen plädierte das Gremium bei seiner jüngsten Sitzung dafür, dass sich die Verwaltung der Stadt St. Ingbert mit der Verwaltung des Saarpfalz-Kreises in Verbindung setzt, um investiv tätig zu werden.

Auf die Tagesordnung war das Thema auf Antrag der SPD-Fraktion gekommen. Deren Sprecherin Herdis Behmann hatte moniert, dass der Zustand des Hallenbades und Umfeld für den Schulstandort nicht mehr zumutbar sei. Beispielsweise tropfe Regenwasser durchs Dach und Töpfe und Wannen müssten untergestellt werden. Gleichzeitig wies sie daraufhin, dass Pläne für einen Umbau schon seit längerer Zeit vorliegen würden, sich aber noch nichts getan habe. Nach Wunsch des Ortsrates solle das Bad in einer interkommunalen Zusammenarbeit mit dem Saarpfalz-Kreis zu einer Mehrzweckhalle umgebaut werden. Hierzu ließ die Verwaltung mitteilen, dass dass das Kreisbauamt noch auf das Ergebnis einer Statik-Untersuchung warte.

Zeitgleich zum SPD-Antrag hatte die CDU-Fraktion bei einem anderen Punkt der im Volksmund noch immer Johannesschule genannten Einrichtung um Aufklärung gebeten. In einem Artikel in der Saarbrücker Zeitung habe Bildungsminister Ulrich Commerçon erklärt, dass weiterführende Schulen mindestens 220 Schüler in den Stufen 5 bis 9 haben müssten, ansonsten könne es zu einer Schließung oder zu einer Zusammenführung mit anderen Schulen kommen. In St. Ingbert könne nach einer Prognose des Ministeriums die Schmelzerwaldschule davon betroffen sein. Um den aktuellen Stand der Johannesschule zu erfahren, hatte CDU-Fraktionssprecher Jörg Schuh deswegen beantragt, einen Vertreter der Einrichtung in Rohrbach einzuladen.

Dieser Einladung waren die Leiterin der Gemeinschaftsschule in Rohrbach , Susanne Fritz, und die Konrektoren Friedrich Kollmar und Markus Schwartz nachgekommen. Wie Susanne Fritz erläuterte, habe man sich, was die Schülerzahlen angeht, "aus einem Tief erholt" und habe nun stabil etwa 430 Schüler pro Jahr, die in 18 Klassen aufgeteilt seien. Im vergangenen Jahr habe man 58 Anmeldungen verzeichnet und sei "räumlich an einer Grenze angelangt".

Die Schüler kämen neben St. Ingbert aus dem Umkreis, etwa aus Sulzbach oder den Gemeinden Kirkel, Blieskastel und Spiesen-Elversberg. Zu Letzterer gäbe es keine Busverbindung, obgleich der Ort ja sehr nahe liege. Eltern, die Fahrgemeinschaften bilden, würden sich hier positiv hervortun. Falls tatsächlich eine Schließung der Schmelzerwaldschule erfolgen solle, könne man einige Schüler noch aufnehmen, sei aber an einer Kapazitätsgrenze angelangt. Zu einer eventuellen Stilllegung des Sportplatzes gegenüber der Ludwigschule meinte sie, dass es "im Grunde eine Schande" sei, falls eine Schließung erfolge. Neben Bundesjugendspielen, Sportabzeichen und Vereinsmeisterschaften werde der Platz im Prinzip den ganzen Tag über genutzt, etwa auch in den Pausen. Zum Schluss lud Susanne Fritz die Mitglieder des Ortsrates dazu ein, ihre nächste Sitzung in der Schule abzuhalten, um sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.