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Ortsräte Hassel und Rentrisch diskutieren Haushalts-Wünsche

Ortsräte Hassel und Rentrisch : Hassel lehnt den Haushaltsplan ab

Der Ortsrat bemängelt fehlende oder zu niedrige Mittel für einige Wunsch-Maßnahmen. Die Rentrischer sind dagegen zufrieden.

In den Ortsräten der Mittelstadt haben die Haushaltsberatungen begonnen. Als erstes befassten sich die Ortsräte von Hassel und Rentrisch mit dem Doppelhaushalt 2021/2022. Beide Räte tagten nacheinander im großen Saal der Stadthalle. Der Hasseler Ortsvorsteher Markus Hauck (CDU) dankte zu Beginn der Beratungen dem Geschäftsbereich Finanzen für die gute Zusammenarbeit und die Erstellung des über 700 Seiten starken Zahlenwerkes, machte dann aber deutlich, dass er mit dem Plan für Hassel nicht ganz einverstanden sei.

So beklagte er im Ergebnishaushalt den Ansatz von „nur“ 5500 Euro für das Hasseler Dorffest. Hauck wies darauf hin, dass der Ortsrat den Ansatz wegen des Jubiläums in diesem Jahr um 3000 Euro auf 8500 Euro erhöht habe. Da das Fest wegen der Corona-Pandemie ausgefallen sei, wolle man das Jubiläum 2021 nachholen und brauche deshalb den höheren Ansatz. Weiterhin beklagte Hauck das Fehlen des Ansatzes von 6000 Euro für den Hasseler Nacht-Zug (HaNaZu). Noch wolle man den Zug durchführen, so der Ortsvorsteher. Zudem kritisierte Hauck, dass es keinen eigenen Titel für die Unterhaltung des Fitness-Parcours gebe, obwohl dies der Ortsrat gefordert habe, damit nicht das Ortsratsbudget belastet werde. Wären hier Arbeiten erforderlich, seien dies Ausgaben der laufenden Verwaltung, erläuterte Verwaltungsmitarbeiter Christian Lambert.

Auch mit Blick auf den Finanzhaushalt zeigte sich der Ortsvorsteher nicht ganz zufrieden. Die Ansätze für die Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage in der Eisenberghalle in Höhe von 700000 Euro in 2021 und 200000 Euro im Jahr 2022 seien zwar erfreulich, allerdings zeigte sich Hauck enttäuscht über die fehlenden Ansätze für die Umwandlung von Teilen des Friedhofs in einen Park und für die Deckenerneuerung des Kunstrasenplatzes. Hierfür hatte der Ortsrat 260000 Euro gefordert. Nach Angaben von Markus Hauck ist der alte Belag fertig und muss dringend erneuert werden. Schließlich lehnte der Ortsrat einstimmig den von der Verwaltung vorgelegten Entwurf ab.

Stattdessen fasste das Gremium einstimmig folgenden Beschluss: Im Ergebnishaushalt soll für das Hasseler Dorffest für das Jahr 2021 ein Betrag von 8500 Euro ausgewiesen werden. Dieser Betrag soll auch für das Jahr 2022 fortgeschrieben werden, wenn auch im Sommer 2021 wegen Corona-Beschränkungen das Jubiläumsdorffest nicht durchgeführt werden könne. Für den „HaNaZu“ soll ein jährlicher Betrag von 6000 Euro in den Haushalt aufgenommen werden. Weiterhin sollen Mittel für die Umwandlung von Teilen des Friedhofs in einen Park umgewidmet und zusätzlich für diese Maßnahme für das Jahr 2022 ein Haushaltsansatz von 20000 Euro eingestellt werden. Und schließlich soll für die Deckenerneuerung des Kunstrasenplatzes in Hassel ein Betrag von 260000 Euro angesetzt und gleichzeitig ein Zuschuss der der Sportplanungskommission von 60000 Euro als Einnahme aufgenommen werden.

Ohne größere Diskussion stimmte dagegen der Ortsrat Rentrisch dem vorgelegt Entwurf zu. Sowohl Ortsvorsteher Dieter Schörkl (CDU), als auch die CDU- und die SPD–Fraktion betonten, man sei sich der angespannten finanziellen Situation der Stadt bewusst. Helga Roth (SPD) betonte: „Und wir wissen ja nicht, was noch alles auf die Stadt zukommt.“ Neben den üblichen Ansätzen im Ergebnishaushalt wie die Zuschüsse zum Dorffest oder die Vereinsförderung sind im Finanzhaushalt für 2021 für die Ersatzbeschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für den Löschbezirk Rentrisch 300000 Euro vorgesehen, 90000 Euro für die Widereröffnung von zwei Gruppen in der alten Kita, zudem 18000 Euro für Urnenwände sowie 15000 Euro für den Mauerabbruch und den Zaunbau auf dem Rentrischer Friedhof.