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Oldtimer bringen Glanz nach Blieskastel

Oldtimer bringen Glanz nach Blieskastel

Bordcomputer, elektrische Fensterheber oder Spurstabilitätssysteme haben sie nicht – aber Charakter. Oldtimerfreunde kamen bei der „ADAC-Deutschland-Klassik“ auf ihre Kosten.

Von Alfa bis Volkswagen und von Borgward bis Volvo: Blieskastel war wieder das Mekka der Oldtimer-Freunde. Zum zweiten Mal in Folge machte die "ADAC-Deutschland-Klassik" in Blieskastel Station. Weitaus mehr Schaulustige als im vergangenen Jahr hatten sich eingefunden, als die chromblitzenden Karossen aus alten Tagen auf dem Paradeplatz vorfuhren.

Es war alles bestens organisiert, es gab Lotsen für die Fahrer der Fahrzeuge, so dass diese ganz genau wussten, wie sie zu ihrem Standplatz zu finden hatten. Und jeder neu vorgefahrene Oldtimer löste dann ein neues Blitzlichtgewitter aus. "Oldtimer-Wandern - Entschleunigung oder die neue Entdeckung der Langsamkeit" hieß der Slogan des Automobilclubs für die Oldies. Die Deutschland-Klassik hat nichts mit Rennen oder Rallyes zu tun. "Bei geruhsamen touristischen Touren entdecken die Teilnehmer die Langsamkeit neu. Für Fahrer und vor allem für Beifahrer ist es ein reizvolles Vergnügen, ohne Stoppuhr und Richtzeiten, ohne hektische Suche nach dem Streckenverlauf", hieß es dazu im Programm. Drei Tage waren die Fahrer mit ihren Begleitern unterwegs, Ausgangs- und Zielpunkt war Saarbrücken. Zunächst war man in Ottweiler, später auf dem Schaumberg bei Tholey, weiter in St. Wendel und anschließend in Homburg.

Auf dem Paradeplatz in Blieskastel stieg man dann aus, sah sich in der Altstadt um oder kehrte gleich in der alten Markthalle ein. Denn dort hatte der Verein Hilfe für Indien eine Cafeteria aufgebaut. Und für Service und Kuchen gab es nur Bestnoten von den weit gereisten Fahrern. Insgesamt 100 Fahrzeuge nahmen an der Deutschland-Klassik teil, sie waren aus der gesamten Republik angereist. Und die Motive waren wie geschaffen für Hobby- oder Berufsfotografen. Da stand etwa ein Rolls-Royce Doctors Coupé mit rund 4000 Kubikzentimetern direkt neben einem Viginale Fiat Spyder mit 499 Kubikzentimetern und beachtlichen 18 PS.

Die Gäste wurden in Blieskastel standesgemäß von der Gruppe Fleurs de Baroque begrüßt, auch Ortsvorsteher Jürgen Trautmann war mit dabei, um sich "einen neuen Dienstwagen auszusuchen", wie er scherzhaft meinte. Für alle gab es dann noch ein Glas Biosphärenhonig, bevor es wieder zurück in die Landeshauptstadt ging.