Ohne Oma und Opa geht gar nichts

St. Ingbert. Die Großeltern sind das Geheimnis ihres Erfolges oder besser gesagt eines gut funktionierenden Tagesablaufes: "Ohne die Großeltern wäre das alles viel schwerer und wir sind sehr froh, dass wir sie haben", sagt Pamela Klotti-Franz im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie und ihr Mann Thorsten sind Eltern dreier Kinder und beide berufstätig

St. Ingbert. Die Großeltern sind das Geheimnis ihres Erfolges oder besser gesagt eines gut funktionierenden Tagesablaufes: "Ohne die Großeltern wäre das alles viel schwerer und wir sind sehr froh, dass wir sie haben", sagt Pamela Klotti-Franz im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie und ihr Mann Thorsten sind Eltern dreier Kinder und beide berufstätig. Pamela Klotti-Franz ist Lehrerin, ihr Mann Thorsten ist Bauingenieur. Die Kinder Sebastian, Johannes und Katharina sind acht, fünf und vier Jahre alt und haben jede Menge zu erzählen - zusammen mit Hund Winnie ist im Hause Franz richtig was los. Da brauchen Mama und Papa gute Nerven. Während Mutter Pamela sehr gelassen wirkt, betont sie lächelnd, dass das oft nur äußerlich sei. Sie sagt: "Es ist oft schon stressig, Beruf und Familie zu vereinbaren." Die 38-Jährige hat nach der Geburt der Kinder immer relativ schnell wieder angefangen zu arbeiten. Bei Sebastian nach drei Monaten, bei Johannes nach sechs Monaten und bei Katharina nach einem Jahr.Sie arbeitet in Neunkirchen an einer Ganztagsschule. Da will der Tag gut organisiert sein. Zumal ihr Mann morgens bereits um sechs Uhr aus dem Haus geht und abends gegen 17.30 Uhr nach Hause kommt. Da ist während der Woche nicht mehr viel Unterstützung in Sachen Kindererziehung drin. "Mittlerweile klappt der Ablauf morgens aber gut und die Kinder können sich alleine fertig machen", sagt die Lehrerin. Und am Wochenende, da darf die Mama ausschlafen.

Papa hat dann Dienst. So geht Thorsten Franz beispielsweise samstagsmorgens mit seinen Kindern zu Uroma Donata Lenhard frühstücken und Mama hat mal Zeit für sich. Und die 87-jährige Uroma Donata macht nicht nur Frühstück. Sie besteht auch darauf, die Wäsche der Familie zu bügeln. "Das entlastet uns natürlich auch sehr", so Pamela Klotti-Franz.

Die größte Herausforderung ist für sie, den ganzen Tag unter "Dauerstrom" zu stehen. "Ich bin abends schon froh, wenn die drei im Bett sind", sagt sie lächelnd. Gegen 19.30 Uhr ist es soweit. Dann beginnt ihre Zeit, in der sie in die Sauna, zum Sport gehen kann - politisch engagiert ist sie auch noch. Auch bemühen sich Pamela ihr Mann Thorsten, Zeit für sich als Paar zu finden. "Das wird immer einfacher, um so größer die Kinder werden", sagt Thorsten Franz.

Schön sei auch die Tatsache, dass der Große mittlerweile schon eine richtige Hilfe sei. Trotzdem: Organisation ist alles bei einer Familie mit drei Kindern. Bei Familie Franz gilt es, alle drei Kinder zum Turnen zu fahren, die beiden Großen bekommen Gitarrenunterricht, die Kleine und der Mittlere gehen zum Schwimmen, Katharina noch zum Ballettunterricht. "Ich versuche es so zu machen, dass es nicht ausartet. Sonst ist man ja nur noch Taxi", sagt Mutter Pamela. Heißt, dass beispielsweise alle drei zusammen am gleichen Tag und am gleichen Ort turnen.

Mit den Betreuungsmöglichkeiten, also den Öffnungszeiten des Kindergartens und der freiwilligen Ganztagsschule, ist das Paar zufrieden. So selten wie möglich nutzen sie allerdings das Angebot der Kita, die Kinder bis 17 Uhr dort zu lassen. "Das ist für die Kleinen lange. An solchen Tagen sind sie zu nichts mehr zu gebrauchen und ich habe auch manchmal ein schlechtes Gewissen", berichtet Pamela Klotti-Franz und betont, wie froh sie ist, dass sie die Möglichkeit haben, das Ganze aufgrund der Hilfe der Großeltern flexibel gestalten zu können. "Schwieriger wird es, wenn alle drei in der Schule sind. Ich kann und will den Großeltern nicht alle Kinder auf einmal zumuten", so die dreifache Mutter abschließend. Aber bis dahin hat die Familie ja noch Zeit.