Offne Gartentür : Jetzt blühen die Rosen – Man kann sie besuchen

Der Mai war in diesem Jahr eher ein Regenmonat. Da es bisher auch noch recht kühl war, sind die Pflanzen nicht so richtig in die Gänge gekommen. Die Rosen hielten sich vornehm zurück, und auch die Bäume und Sträucher sind noch nicht wirklich voll erblüht.

Dafür warten die Knospen bei wärmerer Witterung nur darauf warten, endlich aufzubrechen. Dennoch – der viele Regen ist in den Wäldern, Parks und Gärten nicht unwillkommen. Zumal die Trockenheit vom vergangenen Jahr noch nicht wirklich ausgestanden ist, denn auch Pflanzen haben ein Gedächtnis. Und an Trockenheit und Hitze erinnern sich vor allem größere Bäume und Sträucher.

Im Wald, wo im vergangenen Sommer hauptsächlich die Fichten gelitten haben, geht der Umbau langsamer vonstatten als im eigenen Garten, in dem Gartenfreunde viel unkomplizierter auf das Verhalten ihrer Pflanzen reagieren und sie an andere Standorte versetzen können. So ist ein Garten nie ein statisches Gebilde, sondern verändert sich mit dem Klima, den Vorlieben der jeweiligen Pflanzen und dem Gestaltungswillen der Gärtner und der Hobbygärtner.

Was die Hobbygärtner betrifft, so veranstaltet der Landesverband Saar-Mosel der deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) auch in diesem Jahr wieder das „Offene Gartentor“. Der Hauptaktionstag ist zwar der 30. Juni, aber viele Gartenbesitzer haben auch zu anderen Terminen ihre Gärten geöffnet. Denn Gastgeber sind private Gartenbesitzer aus dem Saarland, der Südwestpfalz und dem Raum Trier/Luxemburg/Hunsrück, die ihre Gärten an einem oder mehreren Tagen für das interessierte Publikum öffnen.

Das offene Gartentor zeigt eine Vielfalt an individuellen Gestaltungsideen und pflanzlichen Schwerpunkten. Die Aktion der DGGL möchte dazu beitragen, die Wertschätzung für die private Gartenkultur zu fördern und Inspiration und Freude bei den Besuchern zu wecken. Viele Gartenbesitzer präsentieren gern ihre liebevoll und vielseitig gestalteten Gartenreiche und teilen ihre Begeisterung mit anderen Gartenfreunden. Jeder Garten hat seinen Reiz, der die Vorlieben seiner Besitzer widerspiegelt. Die teilnehmenden Gärten werden nicht bewertet, da Geschmack und Vorlieben sehr vielfältig sind. Die jährliche Teilnahme sowie die jeweiligen Öffnungstage und -zeiten können selbst bestimmt werden. Die Idee vom „Offenen Gartentor“ stammt aus England. Was dort mit seiner ausgeprägten Gartenkultur längst eine breite Masse begeistert, entwickelt sich auch in Deutschland zu einem Trend. Innerhalb weniger Jahre haben sich bundesweit unzählige „Offene Pforten“ etabliert, die Eintritte sind in den meisten Fällen frei. Beim Landesverband Saar-Mosel der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur nennt sich die Aktion „Das offene Gartentor“. Alle Termine im Internet unter:

www.dggl.org/uploads/tx_dgglkalender/2019-ogt.pdf