Ökumenische Sozialstation präsentiert ihr neues Gesicht

Ökumenische Sozialstation präsentiert ihr neues Gesicht

Rathaus St. Ingbert, viertes Obergeschoss, kleiner Sitzungssaal: hier trifft sich der Ortsrat-Mitte zu seinen Sitzungen – normalerweise. Die jüngste Zusammenkunft der Ortsratsmitglieder fand jedoch in der ökumenischen Sozialstation an der Kirchengasse statt.

In der Kirchengasse ließen sich Ortsvorsteher Ulli Meyer und seine Mitstreiter zunächst die Ende September 2012 wiedereröffnete Einrichtung mit ihren neuen Leistungsmerkmalen vorstellen. Das übernahmen Stationsleiter Anton Hans und Pflegedienstleiterin Gabriele Rupp. Anschließend setzte der Ortsrat seine turnusmäßige Sitzung mit ihren neu eingerichteten, hellen, renovierten Zimmern fort. Doch das ist nur der optische Eindruck. Klar, der ist wichtig, aber auch leistungsmäßig hat die Station einen Sprung nach vorne gemacht.

Inzwischen können Pflegebedürftige nämlich den gesamten Tag an der Kirchengasse verbringen. Zwischen 8 und 18 Uhr wartet hier eine Rundum-Betreuung auf die Gäste, die bei Bedarf sogar von zu Hause abgeholt werden. Dank einer Treppenraupe ist der Zugang nun auch Rollstuhlfahrer kein Problem. Bei diesem Thema beginnen Anton Hans' Augen zu funkeln. "Wir kommen jetzt noch besser in die Fußgängerzone mit unseren Patienten. Sie ist ja praktisch unser Wohnzimmer."

Mit ihrem Angebot gewährleistet die Sozialstation, dass Pflegebedürftige nicht ins Heim müssen. Das gilt für diejenigen, die nur gelegentlich Hilfe benötigen - und das gilt für alle Bedürftigen. "Jeder wird aufgenommen, egal ob derjenige einem Krankenpflegeverein angehört, oder nicht. Mitglieder bekommen jedoch einen Rabatt", betont Hans.

Die Gesamtzahl der Menschen, die die Sozialstation derzeit im Blick hat und betreut, liegt derzeit bei knapp über 300, darunter sind etwa 200 St. Ingberter und um die 100 aus dem Blies- und Mandelbachtal. Einer der 60 hauptamtlichen Mitarbeiter ist immer zur Stelle. Ihren Nachwuchs bildet die Sozialstation selbst aus. Gern gesehen sind auch ehrenamtliche Kräfte. Beim Blick in die Zukunft träumt Hans von einem zweiten Wohnangebot nach Blieskasteler Vorbild.

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