Oberwürzbacher wollen einen neuen Gemeinschaftsraum

Oberwürzbacher wollen einen neuen Gemeinschaftsraum

Der Ortsrat von Oberwürzbach hat die Verwaltung aufgefordert, nochmals alle städtischen Liegenschaften im Ort auszuloten. Vielleicht sei ja irgendwo ein Raum für bis zu 90 Personen möglich, der dringend gebraucht werde.

Wie andere Gemeinden auch, benötigt Oberwürzbach einen Gemeinschaftsraum für rund 90 Personen, wo Proben und Feiern stattfinden, sich Gymnastikgruppen treffen können und sich der Generationentreff etablieren kann. Derzeit existieren einige städtische Gemeinschaftsräume für Vereine, private und öffentliche Veranstaltungen. Der Kultur- und Vereinsraum am Hasenfels ist für ältere Mitbürger aufgrund seiner Lage, dem Fehlen einer behindertengerechten Treppe oder eines Aufzugs nur sehr schwer erreichbar. Dasselbe gilt für die dortige Turnhalle, die für solcherart Nutzung auch keinen Mehrzweckboden und keine Küche hat.

Der große Sitzungsraum im ehemaligen Bürgermeisteramt ist nur für eine statische Belastung von 35 Personen ausgelegt und über eine Treppe aus den 1920er Jahren erreichbar. Auch die Oberwürzbachhalle ist als Lokalität für solch einen Gemeinschaftsraum nicht geeignet, da sie zu groß ist und kein getrenntes Heizungssystem aufweist, um einzelne abtrennbare Bereiche beheizen zu können. "Der Bedarf für einen solchen Gemeinschaftsraum ist da", so die Ortsvorsteherin in der jüngsten Ortsratssitzung, "ich werde von allen Seiten angesprochen. Es wird immer schwerer, einen Raum mit passender Ausstattung zu finden." Aus der Sicht von Lydia Schaar wäre der Standpunkt im zentralen Bereich in der Dorfmitte ideal. Auch das "Andocken" eines solchen Raumes an die Oberwürzbachhalle wurde erörtert und wieder verworfen, da sie schon sehr in die Jahre gekommen ist. Dunja Sauer (SPD ) sprach sich ebenfalls für einen Gemeinschaftsraum aus: "Das muss sein. In Fortführung des Mehrgenerationenprojektes ist auch die Kita eine Option."

Um- oder Anbau prüfen

Eine Erweiterung an der Kita solle aber ohne Beschneiden der Spielmöglichkeiten im Außenbereichs machbar sein. Deshalb erging der Beschluss des Ortsrates, dass die Verwaltung die Umsetzung für eine Erweiterung an der Kita prüfen solle. Wenn dies nicht umsetzbar ist, sollen andere Möglichkeiten für die Schaffung eines Raumes für 90 Personen oder von zirka 130 Quadratmeter von der Stadt "ausgelotet" werden. Hierfür sollen städtischen Liegenschaften dahingehend beurteilt werden, ob durch Um- oder Anbau die Schaffung eines Gemeinschaftsraumes möglich wäre. Gleichzeitig solle eine Kostenschätzung angefertigt sowie eine Chancenbewertung hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit und eine mögliche Förderung durch Land oder Bund geprüft werden.